Romanesco

Romanesco macht nicht nur optisch großen Eindruck auf dem Teller, auch geschmacklich hat er etwas zu bieten. Sein Geschmack erinnert an eine Kreuzung zwischen Blumenkohl und Brokkoli. Seine enge Verwandschaft mit dem Blumenkohl kann er schon allein deswegen kaum verleugnen. Wie der Name schon vermuten lässt, kommt der Romanesco aus Mittelmeerländern, vor allem aus Italien und Spanien und Südfrankreich von wo er auch heute noch großteils importiert wird. Bei uns hat er, witterungsbedingt, nur zwischen Ende Mai und Anfang Oktober Saison. Zubereitung Der Romansco wird exakt so zubereitet wie Blumenkohl. Auch die Zubereitung als ganzer Kopf ist möglich. Da sich die Röschchen jedoch so wunderbar futuristisch auf dem Teller machen und man damit wunderbar kreativ sein kann, tendiere ich doch mehr dazu, die Röschen einzeln zu garen. Garmethoden Man kann den Kohl in Wasser kochen, dampfgaren, dünsten oder auch braten. Während letztere Garmethode bei Blumenkohl einen durchaus optisch gewünschten Effekt der Bräunung ergibt, verliegen die Romanescoröschen hier optisch eher. Eine weitere Möglichkeit ist auch das Garen im Ofen. Dazu packt man die Röschen fest in Backpapierpäckchen ein damit sie nicht dunkel werden. Tipp: Damit der Kohl beim Kochen in Salzwasser seine schöne Farbe behält, ist es ratsam dem Wasser einen Schuss Zitronensaft oder

Küchen-Tipps & Tricks (14) – Scharfe Messer

Weil scharfe Messer in der Küche für den Hobbykoch (aber eigentlich auch für jede(n) Hausfrau/-mann) immens wichtig sind, widmen wir diesem Thema einen Artikel. Wir gehen davon aus, das die richtigen Messer-Fetischisten unter euch und die Profiköche auch genau wissen wie sie ein Messer zu schleifen und dafür auch das richtige Werkzeug in ihrer Küche haben. Dieser Artikel ist deshalb eher für den interessierten Messer-Laien gedacht, dessen Messersammlung nicht den Wert eines Kleinwagens besitzt. Warum Messer scharf sein MÜSSEN Anders als man vielleicht vermuten würde, sind stumpfe Messer gefährlicher als scharfe Messer weil sie einfach leichter vom Schnittgut abrutschen können und man dabei die Kontrolle über das Messer verliert. Abgesehen davon ist es ja auch wirklich frustrierend mit einem stumpfen Messer zu arbeiten. Wenn du z.B. eine Tomate schneiden willst, wirst du Sie zermatschen und kannst keine dünne Scheiben schneiden. Beim Schneiden von Zwiebeln rutsch dein Messer ständig nach vorne ab und, was du vielleicht nicht weißt, du heulst doppelt so viel, weil mehr ätherische Öle aus der Zwiebel austreten als beim Schneiden mit einem scharfen Messer. Auf was es beim Messerschärfen ankommt Um ein wirklich scharfes Messer als Resultat des Schleifvorgangs zu bekommen sind ein paar Kriterien wichtig: In welchem Winkel du das Messer über

Lemon Curd

Es ist Nacht. 23:35 Uhr. Auf meinem Weg zur Couch komme ich an meinen Bio-Zitronen vorbei. Die gab es im Angebot. Im großen Netz. Was um Gottes willen mache ich mit so vielen Zitronen bevor sie verkommen? Und: Warum frage ich mich so etwas eigentlich nicht, wenn ich im Kaufhaus bin??? Irgendwie schauen die auch schon etwas bemitleidenswert aus. Da gibt es nur eins: LEMON CURD. Und da ich eigentlich noch recht munter bin, entscheide ich mich dafür gleich damit zu starten. Ist ja schnell gemacht. Das denkt man immer so leichtsinnig. Bis alles wieder aufgeräumt ist, die Bilder geschossen sind, ist es dann doch 0:30 Uhr. Jetzt doch etwas müde freue ich mich über das Ergebnis. Am nächsten Morgen gab es den Curd auf Toast. Einfach nur lecker! Hat sich gelohnt, der nächtliche Einsatz. Hier ist das Rezept: Zutaten 2 EL Zitronenschalen (das entspricht ungefähr 5 BIO-Zitronen) 100 g Butter 130 g Zitronensaft (eine mittlere Zitrone ergibt etwa 30-35 g Saft) 370 g Zucker (evtl. z.T. durch Vanillezucker ersetzen) 4 Eier Zubereitung Alle Zutaten, bis auf die Eier, in einem flachen Topf erwärmen bis sie kurz aufkochen. Die Eier derweil in einer Schüssel gut verrühren oder einmal mit dem Stabmixer durchgehen damit eine homogene Masse aus Eiweiß

Küchen-Tipps & Tricks (13) – Eiswasser

Kennst du das? Du willst für eine Zubereitung etwas in Eiswasser abschrecken um den Garprozess zu unterbrechen. Schließlich willst du deinen Gästen ja knackig grüne Bohnen servieren um auch den richtigen Eindruck zu machen. Unwillkürlich stellt man sich da doch eine große Schüssel vor, in der jede Menge Eiswürfel schwimmen, oder?. Aber woher nimmt man das ganze Eis? Vielleicht ist das für dich ja kein Problem weil du einen dieser sündhaft teuren amerikanischen Kühlschränke in der Küche hast, die einfach so, beliebig viele Eiswürfel herstellen können. Oder du wohnst direkt neben einer Tanke bei der man fertige Eiswürfel in Großpackungen kaufen kann und dein Tiefkühler ist sowieso gerade halb leer. Dann brauchst du diesen Tipp hier nicht. Die wenigsten besitzen aber überhaupt mehr als einen einzigen Eiswürfelbehälter! Und ein halb voller Tiefkühler ist meist eine Utopie. Oder du kennst einen Trick. Wenn nicht, hilft dieser hier. Der ist zwar unglaublich simpel aber bekanntlich kommt man ja auf die einfachsten Lösungen immer am schwersten. Bei mir hat es jedenfalls eine Zeit gedauert bis ich darauf kam. Du kaufst dir bei der nächsten Gelegenheit eine Packung wiederverschließbare Tiefkühltüten. Am besten eine kleine Variante, damit die gefüllten Tüten nicht zu schwer werden. Du kannst ja mehrere benutzen.

Küchen-Tipps & Tricks (11) – Mayonnaise ohne Ei

Der Eine liebt es, z.B. in der Bloody Mary, der Andere findet es widerlich: rohes Ei! Alleine die Vorstellung etwas zuzubereiten in dem ein rohes Ei verarbeitet ist, ist für manche Menschen ein Graus. Andere wiederum verzichten lieber darauf, weil sie sich vor einer Salmonellen-Vergiftung fürchten. Aber wer kein rohes Ei essen mag, muss zwangsläufig auf so Manches verzichten, wie z.B. auf eine herrlich frische, selbst gemachte Mayonnaise, Aioli oder Remoulade. Eigentlich Schade! Aber ist das wirklich so? Warum wird eigentlich aus dem Ei und dem Öl beim Mixen plötzliche eine Substanz mit cremiger Konsistenz? Nun, das liegt an dem im Eigelb enthaltenen Lecithin. Lecithin ist nämlich ein prima Emulgator also ein Stoff, der überhaupt erst möglich macht, dass sich eine fetthaltige Substanz – wie z.B. Öl – mit einer Wasserhaltigen – wie z.B. Ei – vermischen lässt. Folglich, müsste man das Ei doch durch Zutaten ersetzen können, die ebenfalls viel Lecithin enthalten, oder? Die Antwort ist eindeutig: Ja! Diese Schlussfolgerung ist in der Tat grundsätzlich richtig. Viel Lecithin enthält z.B. Milch und deshalb kannst du tatsächlich aus Milch und Öl eine genauso pastöse Masse entstehen lassen wie aus Ei und Öl. Zugegeben, du benötigt dazu schon einen Stabmixer. Nur durch die hohe Umdrehungszahl

Küchen-Tipps & Tricks (10) – Unbehandelte Zitrusschalen auf Vorrat

Kennst du das? In vielen leckteren Rezepten sind Zesten oder der Abrieb von Orangen- oder Zitronenschale ein wichtiges Aroma. Das du dafür eine unbehandelte Frucht nehmen musst ist klar. Selten hat man die aber einfach so im Obstkorb liegen. Und so einfach ist es auch gar nicht die immer zu bekommen. Zwar führen mittlerweile sogar Discounter ab und zu Bio-Zitronen aber Verlass ist darauf nicht. Und Bio-Orangen sind sogar beim Bio-Händler nicht immer im Regal. Hast du dann glücklich so eine Bio-Frucht in der Hand, stellt sich heraus, dass du nur die Hälfte der Schale brauchst. Schade um die andere Hälfte oder? Noch schlimmer ist es, wenn du ein ganzes Netz gekauft hast, weil es günstiger oder keine Einzelfrucht zu bekommen war. Kochst du dann die nächsten Tage nur noch Rezepte in denen Zitrusfruchtschale gebraucht wird? Hier ein ganz einfacher aber genialer Trick: Press die Früchte aus, und frier die Schalen ein! Und hier gleich Trick Nr. 10b hinterher: Den Saft kannst du ebenfalls einfrieren wenn du ihn nicht sofort brauchst. Du füllst zuerst Eiswürfelbehältern damit und füllst die gefrorenen Quader in Gefrierbeutel um. So kannst du deinen Saft später schön portionieren. Die eingefrorenen Frucht-Schalen sind einzeln entnehmbar. Sie tauen schnell auf und können dann abgerieben werden. Wenn du Zesten oder Stücke brauchst, kannst du

Erbsensprossen (Erbsenkresse)

Wissenswertes und Anregungen für das Tischgespräch Was ist das? Bei der fälschlicherweise im Handel als Erbsenkresse immer häufiger erhältlichen Delikatesse handelt es sich in Wahrheit um die jungen Sprossen von Erbsen und nicht etwa um eine Kresse-Sorte. Das leckere Gemüse besteht aus den zarten Blättchen, Stielen und Ranken der kleinen Erbsenpflanze. Es schmeckt elegant nach Erbsen und erinnert auch ein wenig an den Geschmack von Zuckerschoten. Wie kommt man denn darauf? Wahrscheinlich waren es in Südostasien beheimatete Völker die die Erbsensprossen einem größeren Kreis bekannt gemacht haben. In China werden die dou miao gebraten und in Suppen, Salaten und gefüllten Teigtaschen angeboten. In Japan und großen Teilen Südostasiens findet man sie in Speisen die typischerweise grüne Keimlinge enthalten. Erbsensprossen werden allmählich auch im Westen immer bekannter und beliebter. Zuerst nutzen Köche in der gehobenen Gastronomie diese Minischößlinge als hübsche und überraschend aromatische Garnitur für ihre Gerichte. Inzwischen ist diese Delikatesse so begehrt, dass von Shanghai bis Südengland Erbsen alleine wegen ihrer Sprossen kultiviert werden.

Spargel

Wissenswertes und Anregungen für das Tischgespräch Seit wann wird Spargel kultiviert? Griechen und Römer kultivierten Spargel für die Küche und die Heilpraxis aber die Spargelproduktion wie wir sie heute kennen beginnt erst 1845. Warum gibt es spezielle Spargeltöpfe in die der Spargel hochkant gestellt wird? Damit die Spargelköpfe nicht mit Wasser bedeckt sind und schonender und langsamer weil nur vom Dampf gegart werden. So sind sie etwa gleichzeitig mit den restlichen Stangen gar. Warum schmeckt Spargel am Anfang der Saison oft bitterer? Weil die Bitterstoffe in der Wurzel stecken. Ist der Spargel noch recht kurz, also zu Beginn der Saison, muss er näher an der Wurzel geschnitten werden und enthält deshalb mehr Bitterstoffe. Handelt es sich bei grünem und weißem Spargel um unterschiedliche Sorten? Nein. Spargel ist grundsätzlich grün. Weißer Spargel ist nur deshalb nicht grünt, weil man dafür sorgt, dass er immer von Erde bedeckt ist. Dadurch, dass er kein Sonnenlicht abbekommt, bleibt er weiß. Einer alten Überlieferung zufolge, war die Entdeckung des weißen Spargels purer Zufall. Anfang des 16. Jahrhunderts soll einmal ein verheerender Hagelsturm die komplette Spargelernte der, für Ihren Spargel bekannten, norditalienischen Stadt Bassano del Grappa vernichtet haben. In ihrer Verzweiflung haben die Einwohner dann, so

Tapioka-Perlen

Liebhaber von Bubble-Tea kennen sie. Wenn vielleicht auch nicht unter ihrem Namen ‚Tapioka-Perlen‘. Die kleinen durchsichtigen bunten Perlen die als Bubbles im Tee daherkommen. Pur schmecken sie eigentlich nach nichts und sind glitschig, machen aber optisch und auch auf der Zunge richtig was daher. Aber nicht nur für Tee und Süßspeisen lassen sich die kleinen Dinger einsetzen. Wissenswertes für das Tischgespräch Tapioka ist eine geschmacksneutrale Stärke, die aus gerösteten Maniokwurzeln (Kassava) gewonnen wird. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Brasilien wo sie schon seit Jahrhunderten von Ureinwohnern als Lebensmittel verwendet wird. Die Perlen werden in der Neuzeit hauptsächlich im asiatischen Raum zum Andicken, nicht nur aber hauptsächlich, von Süßspeisen verwendet. Über Taiwan haben die kleinen Perlen in gezuckertem Zustand dann im Kultgetränk ‚Bubble-Tea‘ Europa erobert. Tapioka kann sogar als Ersatz für Weizenmehl dienen. Der Vorteil: Tapioka ist glutenfrei und deshalb auch für Menschen mit Getreideallergie geeignet. Konsistenz Die Konsistenz der (gekochten) Perlen ist irgendwie zwischen Gelee, Kaugummi und Götterspeise zu beschreiben. Großteils zerplatzen die Perlen beim Genuss auf der Zunge – ein Gefühl das im Mund Spaß macht. Sorten Es gibt große und kleine Perlen sowie schwarze und weiße. Im Bubble-Tea sind die großen weißen und diese eigenen sich auch für die meisten Zubereitungsarten.

Zucchinikaviar

Brunoise wäre eigentlich richtig Wenn man in der Küche im Zusammenhang mit Gemüse von „Kaviar“ spricht, dann meint man damit eigentlich im Wesentlichen die Schnittform. Es sollten nämlich Stücke entstehen, die von der Größe her in etwa der von Fisch-Rogen entsprechen. Diese Schnitttechnik wird auch in der Fachsprache als Brunoise bezeichnet. Das ist ein bisschen Arbeit aber mit ein wenig Übung durchaus in annehmbarer Zeit zu schaffen. Für den Zuccinikavier schneidest du also die Zucchini erst in dünne Scheiben (geht übrigens sehr gut mit einer Aufschnittmaschine sofern man eine besitzt), diese dann in Streifen (Julienne) und danach in quadratische Würfelchen. Die Würfel sollten dann gesalzen und rund 30 Minuten stehen gelassen werden. Dann ab in ein ein Vlies oder Mulltuch geben und das Wasser ganz vorsichtig ausdrücken. Dabei natürlich darauf achten, dass der Druck nicht so groß ist, dass die Würfelchen zu Brei werden. Tipp: Ich habe die Würfelchen einfach mit Salz gemischt und in ein Sieb umgefüllt. So tropft das austretende Wasser gleich ab und man braucht den Kavier eigentlich nicht mehr extra ausdrücken. Ein bisschen Druck mit der flachen Hand im Sieb am Ende genügt. Die Würfelchen werden dann, je nach Gusto, mit Zitronensaft oder Essig, ein wenig(!) Öl