Mehr Spaß mit einem Dreier?

1, 3, 5, 7 – Was haben die drei Zahlen gemeinsam? Richtig, sie gehören alle zu den ungeraden Zahlen.

Der Dekorateur lernt möglichst immer mit diesen Zahlen zu arbeiten und Arrangements als 3er-, 5er- oder 7er-Gruppe zusammenzustellen. Warum? Ganz einfach: Das menschliche Auge nimmt eine Gruppe von drei, fünf oder sieben Dingen der gleiche Art als natürlicher und harmonischer wahr als Zweier- oder Vierergruppen.

“Dekorateur” Koch

Was für den Dekorateur gilt, kann für den Dekorateur eines Tellers, nicht völlig falsch sein. Den Grundsatz solltest du deshalb auch beim Anrichten von deinen Gerichten beherzigen. Zumindest bei der Hauptzutat, die direkt ins Auge fällt (keine Angst, du brauchst nicht ab sofort die Pommes abzuzählen). Das wird nicht immer möglich sein aber dort wo es geht, versuche es demnächst einfach mal. Du wirst sehen, eine ungerade Anzahl des gleichen Produktes auf dem Teller wirkt für unser Auge wirklich stimmiger. Das gehört tatsächlich zu den Regeln des guten Anrichtens und wenn du es einmal ausprobierst wirst du sehen, dass es wirklich einen großen optischen Unterschied macht. Du kannst dabei aber durchaus mit Größenunterschieden spielen wenn das Lebensmittel, um das es geht, das hergibt.

Meistens bietet sich die Anzahl DREI als die richtige Wahl an, weil fünf oder gar sieben Stücke der Hauptzutat meist schon zu viel ist. Platziere also drei Nocken, Törtchen, Fleischstücke und auch Schälchen auf dem Teller statt zwei oder vier. Mit einem “Dreier” werden deine Gäste definitiv mehr Spaß (am Anblick des Essens) haben! 😉

Dies ist zwar nur ein kleiner Tipp aber er kann eine große Wirkung auf deine Teller der Zukunft haben und vielleicht warst du schon so manches mal mit deinem Teller-Arrangement nicht ganz zufrieden und wusstest einfach nicht, dass es vielleicht nur an dieser Kleinigkeit lag.

Auch wenn es in die Höhe geht, erweist sich eine Anzahl ungerader Schichten als die bessere Wahl. Wahrscheinlich hast du das in der Vergangenheit sogar ganz instinktiv so gemacht.

Drei-Schicht-Dessert

Photo by Toa Heftiba on Unsplash

Funktioniert auch bei “gemischten Gruppen”

Das dieses “Gesetz” sogar dann funktioniert wenn es sich um eine Gruppe ganz unterschiedlicher Komponenten handelt zeigt beispielsweise dieses Foto:

Denk dir doch einfach einmal eine der drei Komponenten weg oder eine dazu. Sicher würde das auch noch lecker aussehen aber irgendwie nicht so harmonisch, oder?

Was wäre eine Regel ohne Ausnahmen?

Eine Ausnahme bilden allerdings sehr “cleane” und beinahe sterile Kompositionen, die mit Symmetrien und exakten Ausrichtungen spielen. Hier kann eine gerade Anzahl an Elementen genau die nötige Irritation bringen, die das Gesamtwerk erst richtig spannend macht.

Teste die Regel auch an der Tischdeko

Die gleiche Regel (siehe Dekorateur) gilt übrigens auch für Deko-Objekte auf dem Tisch, also lieber drei Blumenväschen statt zwei oder vier.

Bildnachweise

Beitragsfoto by Shumilov Ludmila on Unsplash

Anzahl der Komponenten