Caffè-Latte-Küchlein

Caffè-Latte-Küchlein

Backen? Ich? Eigentlich ist das ein ‚Käsekuchen-Rezept‘ und stammt aus einem kleinen Back-Heft das mir zufällig in die Hände fiel. In diesem Heft wird der ‚Cafè-Latte-Käsekuchen‘ in Scheiben aufgeschnitten und so serviert und sieht dann nett, aber doch irgendwie recht unspektakulär aus. Das Rezept hat aber meine Fantasie angeregt und in meinem Kopft entsteht die Idee, dass man diesen Käsekuchen sicher auch zu kleinen Törtchen ausstechen kann. Nun ist Backen ist nicht gerade meine Stärke. Ehrlich gesagt: Ich weiß gar nicht ob ich das kann. Das ist bei uns eindeutig der Part meiner besseren Hälfte. Aus diesem Grund hätte ich das Rezept sicher wieder zur Seite gelegt wenn wir nicht zufällig an diesem Tag Besuch erwartet hätten und meine Frau schon dabei war den Ofen (für Ihren Kuchen, der sicher wieder Spitze wird) anzuwerfen. Da könnte ich ja eigentlich gerade noch diesen Kuchen ’nachschieben‘. Gesagt getan. Während meine Frau ihren Kuchen backt, gehe  ich noch die fehlenden Zutaten kaufen – wer hat schon 800 g Frischkäse im Haus? Ich backe den Kuchen (fast) nach Rezept und siehe da: er gelingt tatsächlich! Zufall? Anfängerglück? Vielleicht. Egal! Auf jeden Fall gibt es den Klassiker ‚Käsekuchen‘ bei uns heute einmal überraschend anders. Und geschmeckt hat’s sogar auch. Was

Küchen-Tipps & Tricks (8) – Bulgur-Salat (Tabouleh) extra körnig

Küchen-Tipps & Tricks (8) – Bulgur-Salat (Tabouleh) extra körnig

Wenn man Bulgur oder Couscous für einen Salat benutzt, ist das eine schnelle Sache, denn der vorgegarte Weizengrieß ist in wenigen Minuten fertig wenn er mit heißem Wasser oder Brühe übergossen wird. Nach 10 minütiger Quellzeit kann er schon weiter verarbeitet werden. Je nach Sorte kann es aber passieren, dass er dann auch nicht mehr so körnig ist und der ganze Salat ein wenig „pampig“ wird. Was viele nicht wissen: Man braucht den Bulgur gar nicht mit heißer Flüssigkeit übergießen. Man kann ihn auch ganz einfach nur in kaltem Wasser einweichen. Nachteil: das dauert länger, sogar mehrere Stunden, aber man kann das ja über Nacht machen. Man wird aber für die Wartezeit mit einem besonders lockeren und körnigen Salat belohnt. Ich schütte den Bulgur nach dem Einweichen übrigens in ein feines Sieb und drücke das Wasser aus, indem ich den Bulgur mit der Hand oder einem großen Löffel in das Sieb drücke. So ist er im Nu trocken genug um „angemacht“ zu werden. Beitragsfoto: By Tacirci (Tacirci) [CC0], via Wikimedia Commons

Gemüsetürmchen

Gemüsetürmchen

Kartoffelpüree und Gemüse. Klassisch. Aber muss es denn wirklich immer so, mehr oder weniger, langweilig nebeneinander auf dem Teller liegen? Ich finde nicht und deshalb habe ich heute mal hochgestapelt. Kartoffelpüree + Erbspüree + zweite Schicht Kartoffelpüree + Karotten-Brunoise in einem Servier- oder Kochring in Form gebracht und getoppt von einem Röschen gebratenem Blumenkohl. Damit das Türmchen hält, dürfen die Pürees natürlich nicht zu flüssig werden. Wenn man das Kartoffelpüree so zubereitet wie ich es für mich mittlerweile zum Standard gemacht habe, kann da eigentlich nicht viel schief gehen. Beim Erbspüree schütte ich die ganze Flüssigkeit ab bevor ich es püriere und gebe nach und nach wieder so viel hinzu bis ich die gewünschte Konsistenz habe. Die Karotten lasse ich auch in einem Sieb abtropfen bevor ich sie oben auf lege. und dem Blumenkohlröschen hält der Turm dann auch noch Stand – garantiert. Von dem gebratenen Blumenkohl kann man die restlichen Röschen wunderbar noch auf dem Teller drapieren. Aber nicht zu viele davon. Es soll ja am Ende nicht doch noch nach einer hundsgewöhnlichen Gemüsebeilage aussehen ;-). Zutaten TK-Erbsen Kartoffeln (am besten mehlig kochende) Karotten frischer Blumenkohl Gemüsebrühe (Glas oder selbst gemacht) Salz/Pfeffer Butter Milch (oder Sahne) Muskat Zitrone Butter

Frischkäse-Praline & Räucherlachs-Rose

Frischkäse-Praline & Räucherlachs-Rose

Diese kleine und hübsch anzusehende Vorspeise stammt mal ausnahmsweise weder aus einem Kochbuch noch aus irgendeiner Kochsendung sondern ist eine echte Eigenkreation. Quasi aus der Not geboren. Um angebrochene Lebensmittel zu verwerten. Wobei natürlich eine Rose aus Räucherlachs natürlich nicht wirklich etwas Neues ist und auch Frischkäsepralinen gibt es in allen Variationen. Jedenfalls hatte ich folgende angebrochene Lebensmittel im Kühlschrank: Frischkäse (Nico frais) Pumpernickel Dill-Honig-Senf im Glas (wie man ihn gerne zu Graved Lachs verwendet) und einen Rest Rote-Beete-Saft All das musste unbedingt demnächst verbraucht werden. Also habe ich nachmittags ein paar ergänzende Zutaten eingekauft und diese nett anzuschauende Vorspeise kreiert (eignet sich auch zum Abendessen wenn man ein bisschen mehr davon macht). Es geht ganz einfach, braucht aber ein bisschen Zeit im Kühlschrank. Hier also die vollständige Zutatenliste und die Zubereitung: Räucherlachs (möglichst große Scheiben) Sprossen oder Salat als Garnitur für den Lachs Dill-Honig-Senf (gibt es in jedem gut sortierten Kaufhaus, manchmal ist der auch schon beim Lachs dabei wenn man diesen abgepackt kauft) ca. 100 ml Rote-Beete-Saft (Reformhaus oder Drogeriemarkt, z.B. von Alnatura oder im Internt, z.B. hier: Bio Rote Beete Saft (ELM) 0,5l) Gelantine fix (z.B. Dr. Oetker Gelatine Fix) oder, alternativ, rein pflanzliches Agar Agar ca. 250 g Frischkäse (ich

Reisplätzchen – letzter Versuch

Reisplätzchen – letzter Versuch

Wie Sie vielleicht in meinem Beitrag „Reisplätzchen – erster Versuch“ vom 16.02.2014 gelesen haben, habe ich einen Rezeptteil aus einer Sendung mit dem Sternekoch Sascha Friedrichs ausprobiert, nämlich die Reisplätzchen. In meinem ersten Versuch war ich nicht sehr begeistert, weil die Plätzchen irgendwie eine gummiartige Konsistenz hatten und ich sie so meinen Gästen eigentlich nicht zumuten würde. Ich habe das darauf zurückgeführt, dass ich wahrscheinlich den Fehler gemacht habe die Plätzchen zu dick zu lassen und mir deshalb vorgenommen, einen weiteren Versuch zu machen. Geschrieben, getan! Wie im Bild zu sehen, briet ich die Plätzchen nun so dünn wie möglich, was sich als echte Herausforderung entpuppte denn es war gar nicht so einfach dafür zu sorgen, dass der Reis überhaupt noch zusammen hielt. Und hier mein Urteil: Mein lieber Herr Friedrichs, Sternekoch hin, Sternekoch her, dieses Rezept nehme ich Ihnen nicht ab. Es sei denn, Sie legen es wirklich nur auf die Optik an. Auch die dünnen Reisplätzchen haben, für meinen Gaumen zumindest, eine seltsame Konsistenz. Mal ganz davon abgesehen, dass von „knusprig“ nur die Rede sein kann wenn man ewig lang brät und der Reis am Ende völlig trocken ist. Ich will nicht behaupten, ich hätte keinen Fehler gemacht. Vielleicht

Zucchinikaviar

Zucchinikaviar

Wenn man in der Küche im Zusammenhang mit Gemüse von „Kaviar“ spricht, dann meint man damit eigentlich im Wesentlichen die Schnittform. Es sollten nämlich Stücke entstehen, die von der Größe her in etwa der von Fisch-Rogen entsprechen. Diese Schnitttechnik wird auch in der Fachsprache als Brunoise bezeichnet. Das ist ein bisschen Arbeit aber mit ein wenig Übung durchaus in annehmbarer Zeit zu schaffen. Für den Zuccinikavier schneidet mal also die Zucchini erst in dünne Scheiben (geht übrigens sehr gut mit einer Aufschnittmaschine sofern man eine besitzt), diese dann in Streifen (Julienne) und danach in quadratische Würfelchen. Die Würfel sollten dann gesalzen und rund 30 Minuten stehen gelassen werden. Dann in ein ein Vlies oder Mulltuch geben und das Wasser ausdrücken. Dabei natürlich darauf achten, dass der Druck nicht so groß ist, dass die Würfelchen zu Brei werden. Tipp: Ich habe die Würfelchen einfach mit Salz gemischt und in ein Sieb umgefüllt. So tropft das austretende Wasser gleich ab und man braucht den Kavier eigentlich nicht mehr extra ausdrücken. Ein bisschen Druck mit der flachen Hand im Sieb am Ende genügt. Die Würfelchen werden dann, je nach Gusto, mit Zitronensaft oder Essig, ein wenig(!) Öl und Pfeffer abgeschmeckt. Salz ist ja schon

Reisplätzchen – erster Versuch

Reisplätzchen – erster Versuch

Am 14.02.2014 zeigte Sternekoch Sascha Friedrichs in der Fernsehsendung Galileo wie man mit ein paar Kniffen aus einem gewöhnlichen Essen etwas Außergewöhnliches macht – genau mein Ding also! Zum Hauptgang sollte ein Lachsfilet mit Reis und Blattspinat serviert werden. Um das Gericht aufzupeppen bereitete Herr Friedrichs den Lachs und den Spinat als Involtinis zu, die er auf Reisplätzchen anrichtete. Die Reisplätzchen-Idee fand ich so spannend, dass ich das Rezept noch in der Nacht ausprobiert habe. Zunächst wird Reis in gewohnter Art gekocht. Wichtig ist, dass der Reis abkühlt vor der weiteren Verarbeitung. Danach wird ein Ei mit dem Reis vermischt und die Masse wird dann in einem, vorzugsweise eckigen, Kochring ausgebacken. Das Ergebnis ist auf den Bildern zu sehen und hat mich ein wenig enttäuscht, denn die Plätzchen waren am Ende keineswegs knusprig. Zumindest nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Möglicherweise müssen die Plätzchen dünner sein damit das klappt. Das werde ich in jedem Fall demnächst ausprobieren. Im letzten Bild ein Reisplätzchen angerichtet mit Lebensmitteln die der Kühlschrank mitten in der Nacht gerade hergab: mit getrockneten Tomaten und Kräutern aufgepeppter Zuccinikavier und Frikadelle.