IMG_9457Spargel, Spargel, Spargel. Wo immer man hinkommt und soweit das Auge reicht. Weißer Spargel, grüner Spargel. Dicker Spargel, dünner Spargel. Spargel aus deutschen Landen. Bei uns hier im Saarland vor allem aus der benachbarten Pfalz. Spargelzeit. Des Einen Freud, des Andern Leid.

Ich lasse mich also von den Unmengen Spargel um mich herum bestechen und beschließe ein paar weniger alltägliche Gerichte mit Spargel auszuprobieren. Wie immer, wenn ich mich an ein bestimmtes Thema herantaste, decke ich erst einmal mit entsprechenden Kochbüchern ein. Die besorge ich mir aus der hiesigen Bücherei. Damit meine ich die Stadtbibliothek und nicht meine eigene „Koch-Bücherei“ deren eine Hälfte ich aus Platzmangel mittlerweile in ein Keller-Regal auslagern musste. Ich lasse mich am liebsten von Food-Bildern inspirieren und das geht so herrlich abends gemütlich auf der Couch.

Nachdem alle Kochbücher mit jeder Menge Lesezeichen versehen sind, beschließe ich, mit einem ganz einfachen Rezept anzufangen, dass seine Außergewöhnlichkeit eigentlich nur aus der Art und Weise des Anrichtens bezieht. Einen Spargelsalat im Glas bekommt man nicht immer serviert.

IMG_9462Das nächste Mal würde ich allerdings ein weniger hohes Glas wählen. Ich habe mich bei der Gefäßauswahl ein bisschen an das Original angelehnt und nicht daran gedacht, dass für Kochbücher fotografiertes Essen nicht immer auch wirklich verspeist wird. Außerdem würde ich das Ganze gleich mit einem Löffel servieren (wir haben die Gabel während des Essens gegen einen solchen ausgetauscht) damit nichts von der superleckeren Soße verloren geht. Die sammelt sich nämlich zwangsläufig am Glasboden und steht den oberen Schichten dann kaum noch zur Verfügung.

Diese Vorspeise eignet sich natürlich auch hervorragend als Zwischengang einer Menüfolge oder für’s Buffet. Da ist es dann von Vorteil, dass sich die Salatsoße am Boden sammelt und nicht alles aufweicht.

Viel Spaß beim Nachmachen und guten  Appetit beim Genießen!

Zutaten für 4 Personen

  • 1/2 Friesée-Salat (eher etwas weniger)
  • 350 g grüner Spargel
  • Salz, 1 Prise Zucker
  • 100 g Kirschtomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Sonnenblumenkerne (oder eine Salat-Kernemischung wie auf meinem Bild)
  • 1/2 EL Butter (anderes Fett wenn es Vegan bleiben soll)
  • 6 EL guter Balsamicoessig
  • Saft von 1 Orange
  • 1 Orange (für Filets)
  • 1 EL Honig
  • 6 EL Olivenöl
  • Pfeffer
  • Baguette, Fluîte oder anderes Weißbrot

Zubereitung

Die im Originalrezept angegebene Zubereitungszeit von 30 Min. plus Garzeit ist realistisch. Es ist halt etliches zu schnippeln und der Salat will ja auch noch gut gewaschen sein.

Das mache ich als Erstes. Gut trocken schleudern und in kleine Stücke zupfen und gleich auf die Gläser verteilen. Den Spargel wasche ich danach, schneide die Enden etwas ab und schäle das unterste Drittel. Die Spargelstangen koche ich in Salz-Zucker-Wasser im Gegensatz zum Rezept ganz. Dort wird vorgeschlagen ihn erst in Stücke zu schneiden. Ich finde aber, je größer die Stücke, desto größer ist auch die Chance, das Vitamine erhalten bleiben. Und Geschmack! Also Spargel gut bissfest garen (Wichtig! Auf keinen Fall zu weich! Es soll noch ein bisschen knacken beim Draufbeißen.) und dann in Stücke schneiden. Im Rezept ist die Rede von 3 cm. Das sieht auf dem Foto aber ganz anders aus. Also schneide ich in kürzere Stücke. Die Spitzen lasse ich allerdings 3 cm lang.

Nun die Tomaten waschen und halbieren. Auf den Salat geben. Klein geschnittenen Spargel dann darauf schichten. Spargelspitzen dekorativ hineinsetzen. Das wäre das.

Jetzt schäle ich den Knobauch und dünste ihn, zusammen mit meiner Kernemischung (oder Sonnenblumenkernen) in Butter an. Auch hier halte ich mich nicht an das Originalrezept in dem von einem EL Butter die Rede ist. Außerdem salze ich (im Gegensatz zum Rezept) die Kerne ganz leicht.

Nun noch schnell aus dem Essig, dem Orangensaft, dem Honig und Olivenöl ein Dressing zaubern und dieses mit Salz und Pfeffer abschmecken (hmmm, lecker!). Dieses gebe ich jetzt in die Gläser.

In der Pfanne in der ich die Kerne geröstet habe, röste ich noch ein paar dünne Scheibchen Weißbrot, dass ich nachher dazu serviere.

Eine Orange filetieren und mit den Filets und den Kernen die Gläser ausdekorieren.

Das war’s schon!

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Das wird gebraucht
Tools: keine besonderen Hilfsmittel erforderlich, lediglich schöne Gläser zum Anrichten
Zutaten: siehe Rezept


Spargel-Friséesalat
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