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Zu diesem kleinen Gaumenschmeichler wurde ich durch einen Kochblog animiert. Zwar hatte ich das Rezept nur noch grob im Kopf, jedoch hatte ich gerade so ziemlich alle Zutaten zur Hand, an die ich mich erinnern konnte. Und ein bisschen interpretieren schadet ja nicht. Ich kann das Rezept jedem der Meeresfrüchte mag nur wärmstens empfehlen auszuprobieren! Es schmeckt wirklich sensationell.

Zutaten (4 Porti0nen)

  • 4 Jakobsmuscheln
  • etwa 300 g (mehlig kochende) Kartoffeln
  • 2 Stengel Zitronengras
  • 100 ml Milch oder Milch-Sahne
  • etwa 50 g Butter
  • Olivenöl
  • 1 Bio-Zitrone
  • 2 Stängel Petersilie (am besten glatte)
  • ein 1/2 Bund Schnittlauch
  • 1 Kästchen Kresse
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Zitronengrashalme mit Messerrücken klopfen, halbieren oder in große Stücke schneiden und mit Milch aufkochen und ziehen lassen. Damit der Geschmack des Zitronengrases von der Milch möglichst gut aufgenommen wird, sollte es gut 2 Stunden ziehen. Oder man macht das am Tag davor.

Kartoffeln gut waschen und so schälen, dass ein paar besonders schöne Schalenstücke zum fritieren bleiben. Kartoffeln weich kochen, zwei mal durch die Presse drücken oder einmal durch die Presse und einmal durch ein Sieb, damit eine möglichst feine Creme entsteht. Butterflöckchen hineingeben oder (noch besser) Butter schmelzen und braun werden lassen (Nussbutter) und hineingeben.

Nun die Zitronengrasmilch nach und nach durch ein Sieb in das Püree geben und mit einem Schneebesen unterrühren bis es die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Das Ganze kann am Ende ruhig ein wenig flüssiger sein als ein herkömmliches Kartoffelpüree.

Petersilie, Schnittlauch und Kresse waschen und möglichst klein hacken. Abrieb einer viertel (oder, je nach Geschmack auch einer halben) Bio-Zitronenschale und hinzugeben (siehe auch Küchen-Tipps & Tricks Nr. 10). Mit Zitronensaft abschmecken. Tipp: die Säure sollte den dezenten Geschmack des Zitronengrases im Püree nur unterstützen und nicht übertünchen! Mit etwas Olivenöl zu einer Salsa rühren und mit Salz abschmecken.

Jakobsmuscheln in wenig Olivenöl am besten in einer unbeschichteten Pfanne (ich nehme am liebsten eine schmiedeeiserne Pfanne – hier sehr günstig von ‚Gastro Traditionell‘ –  hierfür) von beiden Seiten kräftig anbraten. Die beiden Bratseiten sollten dabei schön braun werden während das Innere der Muschel noch glasig bleibt. Das gelingt halt ohne eine Beschichtung der Pfanne am besten. Mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.

Die aufgehobenen und gut getrockneten Kartoffelschalen in einem kleinen Topf in Öl frittieren. Herausnehmen und salzen. Tipp: Macht man das zu früh, bleiben die Kartoffeln nicht knackig. Dann einfach noch mit den Jakobsmuscheln kurz mit braten.

Pürree in ein kleines Schälchen oder kleine Teller geben. Jakobsmuscheln darauf drapieren. Salsa angießen. Mit Kartoffelschalenchips ausgarnieren – fertig!

 

Jakobsmuschel auf Zitronengraspüree, Salsa Verde und Knusperchips
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