fertig2Vorgestern gab es Pizza und gestern gab es „einfach“ Spaghetti mit leckerer, natürlich hausgemachter, Tomatensoße. Dazu muss man anmerken, dass die Soßenbasis eingeweckte Tomaten aus dem Garten von Mama Pina sind. Aus dem Garten in Süditalien natürlich! Die Soße ist immer entsprechend köstlich.

Heute jedenfalls hatten wir jede Menge Reste. Gut 500g Spaghetti waren übrig und ein halber Mozzarella (den die Pizza vorgestern nicht mehr tragen konnte) sowie geriebener Gouda (meine Frau zieht Gouda oder Emmentaler auf der Pizza dem Mozzarella vor) und geriebener Parmesan von der gestrigen Spagetti-Mahlzeit. Blattspinat (TK) und Erbsen (ebenfalls TK-Produkt) waren noch übrig. Die waren zu viel für den Vegi-Teil der Pizza. Außerdem waren noch ein paar Kirschtomten im Haus. Und Eier haben wir normalerweise sowieso immer da.

Also gab es heute ein richtiges Reste-Verwert-Essen: Spaghettikuchen. Ok, zwei Tage hintereinander Nudeln ist nicht jedermanns Sache, mir macht es nichts aus. Ich liebe Pasta!

Als ich anfing zu kochen, fiel mir ein, dass viele Leute diese Zubereitungsart wahrscheinlich gar nicht kennen und das das Ergebnis durchaus einen Angeber-Effekt hat wenn man damit Gäste bedient, für die das neu ist. Also, Kamera geschnappt und Bilder gemacht, Ergebnis optisch schön aufgemotzt und fertig ist der Teller mit WOW-Effekt. Und hier nun das Rezept. Es reicht locker für 4-6 gute Esser:

Für den Kuchen

  • Etwa 500g gekochte Spaghetti
  • 4 Eier
  • Geriebener Käse, ca, 150 g
  • Optional: Irgendwas für die Füllung, in diesem Fall Erbsen und Spinat. Gekochter Schinken passt vorzüglich, Pilze gehen auch sehr gut. Die Füllung darf aber nicht flüssig sein!
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl oder Butterschmalz für die Pfanne

Für die Soße

  • Einfache Tomatensoße für Spaghetti (fein gehackten Knobi + Zwiebel andünsten, Tomaten aus der Dose oder Tomatenpüree dazu, getrocknete Kräuter, Salz und Pfeffer hinzugeben, mindestens eine halbe Stunde leise köcheln lassen)
  • Optional: ein paar gehäutete Kirsch- oder Cocktail-Tomaten
  • Etwas Sahne (so 100g) und ein wenig Mozzarella (eine halbe Kugel reicht locker)

Zubereitung

  1. Zwiebeln und Knoblauch in etwas Olivenöl anschwitzen und darin Spinat und Erbsen garen (oder andere Füllung entsprechend der Zutaten garen)
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  2. In der Zwischenzeit die Nudeln mit den verquierlten und mit Salz und Pfeffer gewürzten Eiern und dem geriebenen Käse vermengen.
    kollage1
  3. Eine hohe, leicht gefettete, beschichtete Pfanne (eine Wok-Pfanne z.B.) mit nicht ganz der Hälfte der Nudeln füllen
  4. Die Füllung in die Mitte geben
  5. Mit restlichen Spaghetti auffüllen
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  6. Bei kleiner Hitze stocken lassen.
  7. Mit Hilfe von Teller, Topfdeckel oder Küchenbrett (sollte möglichst Flach sein) umdrehen
    stuerzen
  8. Wieder in die Pfanne geben und von der anderen Seite stocken lassen
    stuerzen
  9. Inzwischen Kirschtomaten häuten (wie das geht siehst du hier) und in (Kräuter)Olivenöl erwärmen
  10. Mozzarella in Sahne schmelzen
    mozzarellaschmelzen
  11. Mit Stabmixer aufschäumen. Tipp: halte einen Löffel unten gegen die Seite des Stabmixers, wie im Bild zu sehen. Du kannst dann an der Oberfläche arbeiten ohne das es spritzt und so entsteht mehr Schaum.
    aufschaeumen
  12. Kuchen aufschneiden (so wie man einen normalen Kuchen aufschneiden würde)zuschnitt
  13. Soßenspiegel auf den Teller geben
  14. Kuchenstück darauf setzen
  15. Mit Basilikum oder anderen Kräutern dekorieren, enthäutete Tomaten in den Soßenspiegel setzen
  16. Mit Mozzarella-Sahne-Schaum garnieren.
  17. Guten Appetit! 🙂
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P.S.: Die Soße habe ich in diesem Fall als Soßenspiegel angerichtet weil Tomatensoße dazu neigt an den Rändern etwas zu „wässern“ wenn sie nicht sehr lange gekocht wurde. Das sieht dann schnell weniger schön aus, wenn man die Soße kleksweise dekorativ auf dem Teller verteilen will. Alternativ dazu kann man sie natürlich getrennt geben. Z.B. für jeden in einem dekorativen Gläschen oder für alle in einer Sauciere. Das könnte dann zum Beispiel so aussehen:

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  • Gesehen: Bei der italienischen Schwiegermama
  • Ausprobiert: Ja, schon oft
  • Aufwand: Mittel
  • Schwierigkeitsgrad: sehr einfach
  • Kosten: Gering, vor allem wenn Reste verwertet werden
  • WOW-Effekt: Mittel

Das wird gebraucht
Tools: tiefe Pfanne, Stabmixer für den Schaum, geuerfeste Unterlage, Küchen-Brenner für die Tomaten 
Zutaten: siehe Rezept im Beitrag


Heute gab’s – Spaghettikuchen
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