Aufschäumen von Soßen

Aufschäumen von Soßen

Nicht nur einem guten Pils setzt der Schaum die Krone auf. Auch eine leckere Speise lässt sich mit einem Schäumchen durchaus verfeinern. Das sieht nicht nur appetitlich aus und hat einen dekorativen Effekt. Dadurch, dass sich beim Aufschäumen die Oberfläche vergrößert, intensiviert sich der Geschmack der aufgeschäumten Flüssigkeit…

Allgemeine Tipps für die Teller-Wahl

Allgemeine Tipps für die Teller-Wahl

Es gibt Teller in den schönsten Farben und Formen. Sicher hast du bereits schönes Geschirr zuhause auf dem du gerne servierst. Solltest du dir aber Gedanken um die Anschaffung einer neuen Ausstattung (oder einer Ergänzung der alten) machen, ist es vielleicht hilfreich über ein paar Dinge nachzudenken bevor du dich entscheidest.

Allgemeine Tipps für das Anrichten auf Löffeln

Allgemeine Tipps für das Anrichten auf Löffeln

Spätestens seit der ersten Sendung von „The Taste“ (Koch-Casting-Show  bei der alles auf einem einzigen Löffel angerichtet wird) ist das Anrichten auf speziellen Löffeln in vieler Munde. So exzessiv brauchen wir es ja nicht gleich zu treiben. Aber eine schöne Alternative ist der Löffel als Unterlage oder Gefäß schon. 

Allgemeine Tipps für das Anrichten mit Soße

Allgemeine Tipps für das Anrichten mit Soße

Wahrscheinlich sind die Mehrzahl deiner Gäste Soßenliebhaber. Deshalb würdest du dir wohl eher keine Freunde machen, wenn du mit der Soße geizig bist. Das heißt aber nicht, dass du die auf dem Teller angerichteten Lebensmittel in Soße ertränken musst oder das die Sauce den ganzen Teller dominiert und keinen Spielraum für ein feines Anrichten lässt.

Tipps zum Servieren auf Schieferplatten

Tipps zum Servieren auf Schieferplatten

Die Schieferplatte ist eine interessante Alternative zum klassischen Teller. Aber aufgepasst: Die schwarze Farbe hat Vor- und Nachteile. Leuchtend bunte Lebensmittel kann man darauf besonders gut zur Geltung bringen aber dunkle Soßen oder durchsichtige Flüssigkeiten sind hingegen wenig bis gar nicht zu erkennen…

Pasta – Die 10 größten Mythen

Pasta – Die 10 größten Mythen

Es gibt doch nichts einfacheres als einen Teller Pasta zu kochen, oder? Man nimmt die Nudeln aus der Packung, wirft sie in kochendes Wasser und stellt den Timer nach der auf der Packung angegebenen Kochzeit! Dann gießt man die Pasta ab und übergießt sie mit reichlich Soße. Fertig! Das es anscheinend doch nicht ganz so easy ist, belegen die 10 größten Mythen, die über das Kochen von Nudeln grassieren. Mythos 1 – Man gibt Öl in das Nudelwasser, damit die Pasta nicht aneinander klebt Falsch! Das Öl schwimmt an der Oberfläche und berührt die Nudeln gar nicht. Allenfalls beim Abgießen hätte man eventuell die Chance, dass die einzelnen Nudeln ein wenig vom Oberflächenöl abbekommen. Der häufigste Grund warum Pasta (und meistens betrifft das sowieso nur Spaghetti und ähnliche Langnudeln) aneinander klebt ist, dass zu wenig Kochwasser im Topf war oder, dass nach dem Einfüllen der Pasta nicht wenigstens einmal kurz gerührt wurde. Mythos 2 – Man braucht gar nicht so viel Wasser wie immer behauptet Auch das ist falsch! Viel Wasser ist wichtig, damit die Nudeln (siehe Mythos 1) nicht aneinander kleben und die Chance haben möglichst gleichmäßig zu garen. Mythos 3 – Das Wasser muss unbedingt sprudelnd kochen bevor

Pata Negra oder Jamón Ibérico de Bellota

Pata Negra oder Jamón Ibérico de Bellota

Wissenswertes und Anregungen für ein Tischgeschpräch Wenn du deinen Gästen einen hauchdünn geschnittenen ‚Jamón Ibérico de Bellota‘ servierst, braucht es weiter nicht viel um Eindruck zu schinden. Es sei denn, du kannst perfekt mit einer ganzen Schinkenkeule auf ihrem typischen Ständer umgehen – das macht natürlich noch einiges mehr daher. Es erfordert allerdings ein extrem scharfes Messer (am besten das Original wie im Bild), Erfahrung und große Geschicklichkeit um die Schinkenscheiben auch wirklich dünn genug zu schneiden. Denn nur dann können sie den höchstmöglichen Gaumen-Genuss erzeugen.   Ist der Schinken erst einmal aufgeschnitten, sollte er aber auch bald (möglichst am gleichen Tag) verzehrt werden um keinen Geschmacksverlust zu erleiden. Also bitte nicht freitags beim Feinkosthänder aufschneiden lassen und sonntags erst servieren – wäre echt schade drum! Wer von euch glücklicher Besitzer einer elektrischen Aufschnittmaschine ist, dem ist zu raten sich lieber Schinken am Stück zu kaufen und kurz vor dem Servieren frisch aufzuschneiden. Am besten genießt man den Schinken pur und bei Zimmertemperatur. Er hat einen exquisiten, nussigen Geschmack, ein herzhaft-süßes Aroma und eine zartschmelzende Konsistenz (wenn er richtig geschnitten ist). Den bei uns auch gerne als Pata Negra bezeichneten Schinken bekommt man mittlerweile sogar beim Discounter. Von dieser Bezugsquelle ist aber abzuraten

Küchen-Tipps & Tricks (20) – Lebensmittel aufbewahren

Küchen-Tipps & Tricks (20) – Lebensmittel aufbewahren

Bist du der Typ, der früh morgens auf dem Wochenmarkt seine Kartoffeln oder seine Möhren stückweise einkauft? Gratuliere, dann brauchst du dir schon einmal keine Gedanken darüber zu machen ob man Kartoffeln auch noch essen sollte wenn schon Triebe daran waren oder ob man die dunklen Stellen an der Karotte einfach wegschneiden kann ohne gleich die ganze Karotte zu entsorgen…

Küchen-Tipps & Tricks (19) – Pilze richtig einfrieren

Küchen-Tipps & Tricks (19) – Pilze richtig einfrieren

Der Herbst. Endlich ist die da: die Zeit der leidenschaftlichen Pilzsammler. Auch begeisterte Pilzesser kommen jetzt natürlich erst richtig auf ihre Kosten. Wenn es auch bei uns inzwischen das ganze Jahr über immer mehr Pilzsorten zu kaufen gibt, so ist doch nichts vergleichbar mit der Zeit der duftenden Steinpilze und der aromatischsten Pfifferlinge. Da schlägt das Gourmet-Herz schon ein wenig höher. Das Dumme ist: frisch gepflückte Pilze sollten innerhalb von 24 Stunden verarbeitet und/oder gegessen werden. Was also macht man, wenn einen erst einmal richtig die Sammelwut gepackt hat mit einem Kofferraum voller leckerer Reizker, Pfifferlinge, Maronenröhrlinge und Steinpilze? Neben Verschenken, Einmachen und Trocknen, bietet sich natürlich auch das Einfrieren an. Bei der letztgenannten Methode ist es hilfreich wenn man ein paar Kleinigkeiten weiß und beachtet: 1. Pfifferlinge eignen sich weniger zum Einfrieren als andere Vertreter denn sie werden durch das Einfrieren leicht bitter. Vielen macht das aber nichts aus. Also am besten selbst ausprobieren! 2. Hartnäckig hält sich das Gerücht, man müsse Pilze vor dem Einfrieren blanchieren. Das Ergebnis ist dann aber leider eine Pilzpampe im Gefrierbeutel die dann komplett aufgetaut werden muss und dann ziemlich unappetitlich schleimig daherkommt und sich fast nur noch für die Zubereitung einer Suppe eignet. Richtig ist: So gut wie alle Pilze können roh eingefroren werden. 3. Pilze sollten

Was weißt du über deinen Geschmackssinn?

Wie nennt man den fünften Geschmackssinn nochmal? Konami? Unami? Oder etwa Habibi? Ist „Scharf“ eigentlich auch ein Geschmack? Welcher Bereich der Zunge ist für die Geschmacksrichtung „sauer“ zuständig? Ob du dich richtig gut auskennst und demnächst vielleicht gar als Nachfolger von Gastrokritiker Heinz Horrmann bewerben kannst, findest du in einem Quiz heraus, dass in den Tiefen des Internetauftritts der Gelbe Seiten zu finden ist. Wenn du dir ein paar Fragen merkst, ist das ein toller Gesprächsstoff für dein nächstes Event. Hier ist der Link: http://gesundheit.gelbeseiten.de/quiz/30031 Übrigens wird der Geschmackssinn genaugenommen als gustatorische Wahrnehmung (von lateinisch gustare ‚kosten, schmecken‘) bezeichnet. Wenn sich also demnächst einer deiner Gäste darüber beschwert, dass dein Essen nicht schmeckt, kannst du ihm ja erläutern, dass es sich bei seiner gustatorischen Wahrnehmung um ein rein subjektiv erfahrenes Erlebnis von Empfindungen des Schmeckens handelt. Er kann also höchstens behaupten, dass IHM dein Essen nicht schmeckt!

Küchen-Tipps & Tricks (18) – Zitronen aufbewahren

Küchen-Tipps & Tricks (18) – Zitronen aufbewahren

„So klein habe ich euch gar nicht in Erinnerung!“ Mein Blick richtet sich auf zwei Bio-Zitronen in unserem Obstkorb die geradezu vorwurfsvoll zurückstarren. Die scheinen nur noch halb so groß zu sein wie kurz nach dem Kauf. Außerdem sehen sie ganz schön vertrocknet aus. Das kommt davon wenn man sich dazu hinreißen lässt ein ganzes Netz Bio-Zitronen zu kaufen, nur weil die gerade im Angebot sind. Zitronen braucht man doch eigentlich immer. Trotzdem bleiben bei uns fast immer welche übrig, die wir nicht schnell genug verbrauchen können. Also habe ich mich mal in wenig schlau gemacht wie man Zitronen am besten aufbewahrt damit sie länger frisch bleiben. Was ich herausgefunden haben, gebe ich gerne an dieser Stelle als Tipps weiter. Drei Möglichkeiten Eine Möglichkeit habe ich schon einmal hier vorgestellt. Man kann die Zitronen auspressen, den Saft einfrieren (z.B. in Eiswürfelförmchen) und, wenn es sich um Bio-Früchte handelt, auch die Schalen einfrieren. Hier ist der Link zu dem Tipp. Die zweite Möglichkeit ist, und das hat mich zunächst überrascht, die Früchte einfach in Wasser einzulegen! Man nehme also am besten ein schönes und dekoratives, verschließbares Glas (z.B. ein Einmachglas) dessen Größe sich an der Menge Zitronen richtet, schichte die Zitrusfrüchte hinein, fülle mit Wasser auf und verschließe

Salzzitronen

Salzzitronen

Salzzitronen sind eine Spezialität der nordafrikanischen und vor allem marokkanischen Küche. Die Marokkaner verwenden Sie zu allem Möglichem, vor allem aber in Tajines, das sind in speziellen Gefäßen (die man übrigens ebenfalls Tajine nennt) hergestellte Gerichte. Die Zitronen schmecken aber auch besonders gut zu Couscous und eigentlich, als besondere Würze, zu fast allen Fleisch-, Gemüse- und Fischgerichten. Sie verleihen den Gerichten mit ihrem ungewöhnlich aromatischen intensiven Geschmack das gewisse Etwas. Mittlerweile bekommst du Salzzitronen bei uns in jedem größeren, gut sortierten Supermarkt. Wenn du die Zitronen aber nicht sofort brauchst, dann kannst du sie so einfach herstellen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, die Zitronen selbst zu machen. Zutaten Ein großes Einmachglas Eine beliebige Menge (passend zum Einmachglas) Bio-Zitronen  plus eine zum Auspressen Grobes Meersalz (etwa 2 EL) Wasser Zubereitung Auch wenn es Bio-Zitronen sind, solltest du sie kurz heiß abwaschen. Eine davon wird ausgepresst, die anderen werden entweder der Länge nach geviertelt oder, das sieht dann hübscher aus, nicht ganz durchgeschnitten, so, dass die Viertel an einem Ende noch zusammen halten. Dann schichtest du die Zitronen in das Glas und gibst dabei immer wieder Salz dazwischen. Wenn du die Viertel nicht ganz durchgeschnitten hast (siehe oben), dann drück die Zitronen ein wenig auseinander und gib das

Ciabatta Originalrezept

Ciabatta Originalrezept

Mit einem selbstgemachten Brot kann man bei seinen Gästen immer punkten. Wenn du zum Beispiel nur ein paar Antipasti auf den Tisch stellst und gleich mit einem noch dampfenden Ciabatta-Brot hinterher kommst, sind dir die Ah’s und Oh’s sicher. Eigentlich ist Ciabatta relativ einfach in der Herstellung und es gibt im Netz tausende von Rezepten. Will man aber die typische Original-Konsistenz mit den große luftigen Löchern im Innern des Brotes erreichen, natürlich ohne chemische Backhilfsmittel, dann bedarf es eines etwas größeren (zeitlichen) Aufwandes. Meine Schwiegereltern kommen aus Kalabrien und ich habe ein italienisches Originalrezept, dass ich hier verrate. Ein Tipp vorneweg: Am besten du benutzt einen Küchenwecker den du dir immer neu einstellt. Warum, das wirst du gleich sehen wenn du das Rezept liest :-). Zutaten 1 Würfel frische Hefe 800 g Weizenmehl 250 ml Wasser 4 EL Olivenöl 20 g Salz Zubereitung Du fängst an indem du in eine Rührschüssel ca. ein Drittel der Hefe gibst und diese mit lauwarmen Wasser auflöst. Dann fügst du die Hälfte des Mehls und das Olivenöl dazu, vermischst alles gut und lässt diesen „Vorteig“ an einem warmen,  Ort ca. ½ Stunden ruhen (Küchenwecker stellen). Wichtig ist auch, dass der Teig keinen Zug bekommt. Am besten deckst du die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch

Spareribs – bei Niedertemperatur auf dem Grill geräuchert

Spareribs – bei Niedertemperatur auf dem Grill geräuchert

Grillen – Garmethode oder Lebensphilosophie? Für viele Gernegriller ist die Freizeitbeschäftigung Grillen längst zu einer Lebensphilosophie geworden. Wer an einen Grillabend denkt, der denkt an gemütliches Beisammensein, Entspannung an der frischen Luft, Seele baumeln lassen, Lebenslust und schmackhafte, herzhaft würzige Speisen. Viele lieben am Grillen das unkomplizierte und die Lässigkeit bei der Zubereitung des Grillguts. Da regt sich – spätestens nach dem zweiten erfrischenden Kaltgetränk – auch niemand über das Rostbratwürstchen auf, das gerade beschlossen hat sich seiner engen Haut zu entledigen. Und am Schweinenacken schmeckt die eine, eigentlich viel zu dunkel gewordene, natürlich im höchsten Maße krebserregende und vor allem viel zu durch gebratene Ecke besonders kross und würzig. Aus der Pfanne hätte man den seinen Gästen wahrscheinlich niemals zugemutet. Gourmetgrillen als Trend Aber da gibt es ja auch noch die Fraktion der Gourmetgriller, die ihren Grill als Quelle der Inspiration für sich entdeckt haben und die unglaublichsten Gerichte darauf zaubern. Kürzlich hat mich ein guter Bekannter, den ich durch die Zusammenarbeit mit der Internetagentur Constractiv kennen gelernt habe, mit einer für mich erstaunlichen Grillmethode überrascht. Smoken ohne Smoker und Niedrigtemperaturgaren über Holzkohle Mit einem einfachen Kugelgrill und relativ wenig Holzkohle hat er es geschafft die leckersten Spareribs zuzubereiten, die ich bisher in meinem Leben anknabbern durfte. Die Schweinerippchen werden dazu

Cuacamole aufgepeppt

Cuacamole aufgepeppt

Erbsen in der Guacamole. The New York Times (Photo by Dominic Perri) Hand auf’s Herz, das wollten wir alle doch schon immer wissen: wie Herr Obama seine Guacamole mag. Endlich erfahren wir das von ihm höchstpersönlich. Er mag sie einfach sehr klassisch. Wie es dazu kam? Er äußerte sich doch tatsächlich zu einem Rezept der New-York-Times, die vorschlägt, die Avocado-Salsa mit frischen Erbsen zu verfeinern. In einer öffentlichen Fragestunde auf Twitter wurde Herr Obama zu seiner Haltung zum Guacamole-Rezept der NYT befragt. Der Präsident teilte mit, dass er die Zeitung sehr respektiere, aber Erbsen gehörten definitiv nicht in die Salsa. „Zwiebeln, Knoblauch, Chili. Klassisch“, schrieb Obama. Dafür gab es 13 365 Retweets! Eigentlich finde ich persönlich die Idee gar nicht so schlecht (auch wenn Mr. President das nicht so sieht) denn geschmacklich harmoniert das sicher und wir wollen ja alle auch mal ein bisschen Abwechslung auf dem Tisch und unsere Gäste auch mal mit Abwandlungen von Klassikern überraschen. Auf jeden Fall habe ich mir einmal die Mühe gemacht das Originalrezept ins Deutsche zu übersetzen, das sich dann wie folgt anhört: Zutaten 6-8 Personen, Zubereitungszeit 45 Minuten 1/2 Pfund frische süße, enthülste Erbsen 2 kleine Jalapeños 2 EL gehackte Korianderblätter zum Garnieren ca. 3/4 Teelöffel Salz (so viel

Küchen-Tipps & Tricks (17) – Kalbfleisch garen

Küchen-Tipps & Tricks (17) – Kalbfleisch garen

  Kalbfleisch ist für viele Genießer die ungekrönte Kaiserin unter allen Fleischsorten. Aber gerade Kalbfleisch hat so seine Tücken. Dadurch, dass es so mager ist, ist die Gefahr des Übergarens besonders groß. Ein trockenes Stück von dem edlen und teuren Kalbfleisch auf dem Teller ist wirklich mehr als traurig. Und es wäre doch wirklich schade, wenn der saftigste Teil des Zürcher Geschnetzelten die Tränen des Kochs und seiner Gäste sind oder beim Wiener Schnitzel die Zitronenscheibe auf dem Teller. Deshalb habe ich hier einmal 10 Tipps zum Kochen mit Kalbfleisch zusammengetragen, die das perfekte Gelingen deines nächsten Kalbsgerichtes vielleicht noch sicherer machen: Wenn man geschnetzeltes Kalbfleisch nach dem Schneiden noch einmal besonders gründlich trocken tupft und anschließend gut in Bratöl wendet, spritzt es beim Braten kaum noch. Je nach Pfanne braucht man auch kein zusätzliches Bratfett mehr. Übrigens: In wenig Fett gebraten bekommt jedes Fleisch schneller kräftige Röstaromen als wenn es in viel Fett angebraten wird. Gerade bei bei Kalbs- aber auch jedem anderen Geschnetzelten ist das besonders wichtig, denn es soll ja außen schnell knusprig werden ohne innen zu stark durch zu garen. Größere Mengen geschnetzeltes (Kalb)Fleisch muss zwingend in mehreren kleinen Portionen nacheinander gebraten werden. Ist nämlich zu viel Fleisch in der Pfanne,

Spargel-Quinoa-Pfanne

Spargel-Quinoa-Pfanne

Seit ein paar Tagen verzichtet meine bessere Hälfte aus gesundheitlichen Gründen weitestgehend auf glutenhaltige Lebensmittel (Wikipedia: Gluten). Ich kann euch sagen, dass wirbelt den Speiseplan ganz schön durcheinander! Heute habe ich meinem Schatz ein Rezept gekocht, über das ich in der letzten „Apothekenumschau“ gestolpert bin. Ich war sehr überrascht, wie lecker das Ergebnis war. Und da bei dieser Rezeptur Lebensmittel kombiniert werden, die in dieser Zusammenstellung nicht alltäglich sind (z.B. Spargel mit Feta-Käse, Quinoa mach man auch nicht jeden Tag), funktioniert es hier auf meine Seite wunderbar unter dem Punkt ‚ungewöhnliche Kombinationen‘. Außerdem ist es ein glutenfreies und gleichzeitig vegetarisches Gericht. Und da ich mir sowieso vorgenommen habe solchen Gerichten hier eine größere Bühne zu geben: Passt! Als ich das Rezept zubereitet hatte, wusste ich noch nichts von meinem Entschluss es hier zu veröffentlichen. Deshalb habe ich leider keinen Wert auf ein Anrichten auf hohem Niveau gelegt. Die Bilder sind nur entstanden, weil ich ein optisches Beispiel für das Pseudogetreide Quinoa haben wollte. So gibt es leider nur Bilder von der kompletten Pfanne und vor dem Servieren. Aber auch hier macht die farbenfrohe Kombi optisch schon etwas daher wie ich finde. Im Originalrezept wird eine getrocknete Chilischote mit dem Quinoa gekocht. Da wir sowohl ein Kind als auch meine 95-jährige

Küchen-Tipps & Tricks (16) – Spargel dämpfen

Küchen-Tipps & Tricks (16) – Spargel dämpfen

Spargel schonend Dampfgaren ohne teuren Gartopf In diesem Küchentipp will ich euch eine Idee verraten, wie man auch ohne teuren Dampfgarer Spargelstangen schonend garen kann. Das funktioniert mit gut einem Kilo Spargel und hat die Nebenwirkung, dass der Spargelgeschmack noch intensiviert wird. Spargel ist reich an Vitaminen, vor allem an Vitamin C, Provitamin A, Vitamin B1 und B2 und an Spurenelementen wie Phosphor, Kalzium und Kalium. Willst du Spargel garen und möglichst viel von den guten Inhaltsstoffen erhalten, ist die Garmethode entscheidend. Spargel wird traditionell in Wasser gekocht. Bei dieser Methode werden allerdings die meisten der im Gemüse enthaltenen Nährstoffe ins Kochwasser abgegeben. Eine wesentlich schonendere Methode den Spargel zu garen, ist das Dämpfen. Beim Garen durch Dampf bleiben wesentlich mehr Vitamine uns Spurenelemente in den Stangen erhalten. Allerdings ist Spargel, will man die Stangen ganz lassen und nicht klein schneiden, aufgrund seiner Form nicht ganz einfach zu dämpfen. Die klassichen Dampfgar-Ein- oder Aufsätze für runde Töpfe sind hier eher ungeeignet.   Der versierte Hobbykoch bedient sich deshalb gerne eines länglichen Dampfgarers wie er unten zu sehen ist. In den wenigsten Haushalten jedoch ist so ein spezieller Topf, in dem sich übrigens auch hervorragend ganze Fische garen lassen, vorhanden. Mein Küchentipp funktioniert so: Du wäschst den Spargel gründlich, schälst ihn und

Wirsing-Fenchel-Schaumsuppe mit Fischklößchen

Wirsing-Fenchel-Schaumsuppe mit Fischklößchen

Ein halber Wirsingkopf, eine große, übriggebliebene Fenchelknolle und zwei Fischfilets im Tiefkühler (zu wenig für einen Fischhauptgang für die ganze Familie) und ein Sonntag mit ein bisschen Zeit zum Experimentieren. Was macht man daraus? Ich habe versucht mir vorzustellen, ob Wirsing und Fenchel zusammen geschmacklich überhaupt gehen. In meinen Kochbüchern wurde ich mit dieser Kombination nicht fündig. Im Internet waren die Rezeptvorschläge auch eher spärlich. Also, warum nicht einfach einmal ausprobieren? Wenn’s nix wird, bin ich auf jeden Fall hinterher schlauer. Heraus kam dann diese wirklich leckere Vorspeise für die ich ein einstimmiges Lob von meiner Familie erhielt. Und da diese Kombination je wirklich nicht alltäglich ist und optisch der schaumigen Konsistenz auch noch was dahermacht, dachte ich mir, sie hat einen Platz auf ‚Kochen für Angeber‘ verdient. Und hier mein Rezept (ergibt eine Vorspeise für 4 Personen): Zutaten: Für die Suppe 1/2 Kopf Wirsingkohl 1 große Knolle Fenchel (am besten mit Fenchelgrün zur Deko) 2-3 mittelgroße Kartoffeln Etwas Butterschmalz oder anderes Fett zum Andünsten 400 ml Gemüsebrühe 150 ml Weißwein 200 g Sahne 2 Schalotten oder 1 mittelgroße Zwiebel 1-2 (je nach Größe) Knoblauchzehen 1 cm Ingwer 1 unbehandelte Orange etwas frisch geriebene Tonkabohne (oder Vanilleschale mitkochen) Fenchelsamen Salz Pfeffer Zucker

Küchen-Tipps & Tricks (15) – Kaviarperlen aus Fruchtsaft herstellen

Küchen-Tipps & Tricks (15) – Kaviarperlen aus Fruchtsaft herstellen

Als ich das im Fernsehen sah war ich einfach nur verblüfft! Bisher glaubte ich immer man braucht teure Zutaten aus der Molekularküche um ‚Fruchtkaviar‘ herzustellen. Dabei geht es auch mit Dingen die jeder in der Küche hat: Gelatine und einfaches Öl! Ist das eigentlich eine Suchterkrankung? Kaum eine Kochsendung hat die Chance mir zu entgehen! Aber so stoße ich manchmal auch auf regionalen Sendern auf interessante Rezepturen, Anregungen oder Küchentricks. Bis zum 25. Januar 2015 lief zum Beispiel im Bayerischen Rundfunk eine Kochshow namens „herzaft & süß“. Die Hauptakteure: Alfons Schubeck (wie sollte es im BR auch anders sein) und die deutsche Konditormeisterin Angelika Schwalber. Die Sendung läuft in urbeyerischem Dialekt und als Nicht-Bayer habe ich da schon manch liebe Müh‘ alles zu verstehen. Andererseits hat das auch irgendwie seinen Charme und irgendwann bin ich dann auch ‚drin‘ und verstehe die ‚Fremdsprache‘ ganz gut. In einer der letzten Sendungen wurde von Angelika Schwalber gezeigt, wie man aus Fruchtsäften oder anderen Flüssigkeiten Perlen herstellt. Bisher kannte ich das nur aus der Molekularküche. Dass das aber auch mit einfachen Haushaltsmitteln funktioniert hat mich völlig verblüfft. Und dann auch noch so einfach! Da das Video leider keinen gesprochenen Text enthält, hier eine kurze ergänzende Erläuterung: Zunächst muss ein Gefäß mit ganz normalem Öl gefüllt werden. Das wird dann im Tierkühlschrank für

Romanesco

Romanesco

Romanesco macht nicht nur optisch großen Eindruck auf dem Teller, auch geschmacklich hat er etwas zu bieten. Sein Geschmack erinnert an eine Kreuzung zwischen Blumenkohl und Brokkoli. Seine enge Verwandschaft mit dem Blumenkohl kann er schon allein deswegen kaum verleugnen. Wie der Name schon vermuten lässt, kommt der Romanesco aus Mittelmeerländern, vor allem aus Italien und Spanien und Südfrankreich von wo er auch heute noch großteils importiert wird. Bei uns hat er, witterungsbedingt, nur zwischen Ende Mai und Anfang Oktober Saison. Zubereitung Der Romansco wird exakt so zubereitet wie Blumenkohl. Auch die Zubereitung als ganzer Kopf ist möglich. Da sich die Röschchen jedoch so wunderbar futuristisch auf dem Teller machen und man damit wunderbar kreativ sein kann, tendiere ich doch mehr dazu, die Röschen einzeln zu garen. Garmethoden Man kann den Kohl in Wasser kochen, dampfgaren, dünsten oder auch braten. Während letztere Garmethode bei Blumenkohl einen durchaus optisch gewünschten Effekt der Bräunung ergibt, verliegen die Romanescoröschen hier optisch eher. Eine weitere Möglichkeit ist auch das Garen im Ofen. Dazu packt man die Röschen fest in Backpapierpäckchen ein damit sie nicht dunkel werden. Tipp: Damit der Kohl beim Kochen in Salzwasser seine schöne Farbe behält, ist es ratsam dem Wasser einen Schuss Zitronensaft oder

Küchen-Tipps & Tricks (14) – Scharfe Messer

Küchen-Tipps & Tricks (14) – Scharfe Messer

Weil scharfe Messer in der Küche für den Hobbykoch (aber eigentlich auch für jede(n) Hausfrau/-mann) immens wichtig sind, widmen wir diesem Thema einen Artikel. Wir gehen davon aus, das die richtigen Messer-Fetischisten unter euch und die Profiköche auch genau wissen wie sie ein Messer zu schleifen und dafür auch das richtige Werkzeug in ihrer Küche haben. Dieser Artikel ist deshalb eher für den interessierten Messer-Laien gedacht, dessen Messersammlung nicht den Wert eines Kleinwagens besitzt. Warum Messer scharf sein MÜSSEN Anders als man vielleicht vermuten würde, sind stumpfe Messer gefährlicher als scharfe Messer weil sie einfach leichter vom Schnittgut abrutschen können und man dabei die Kontrolle über das Messer verliert. Abgesehen davon ist es ja auch wirklich frustrierend mit einem stumpfen Messer zu arbeiten. Wenn du z.B. eine Tomate schneiden willst, wirst du Sie zermatschen und kannst keine dünne Scheiben schneiden. Beim Schneiden von Zwiebeln rutsch dein Messer ständig nach vorne ab und, was du vielleicht nicht weißt, du heulst doppelt so viel, weil mehr ätherische Öle aus der Zwiebel austreten als beim Schneiden mit einem scharfen Messer. Auf was es beim Messerschärfen ankommt Um ein wirklich scharfes Messer als Resultat des Schleifvorgangs zu bekommen sind ein paar Kriterien wichtig: In welchem Winkel du das Messer über

Lemon Curd

Lemon Curd

Es ist Nacht. 23:35 Uhr. Auf meinem Weg zur Couch komme ich an meinen Bio-Zitronen vorbei. Die gab es im Angebot. Im großen Netz. Was um Gottes willen mache ich mit so vielen Zitronen bevor sie verkommen? Und: Warum frage ich mich so etwas eigentlich nicht, wenn ich im Kaufhaus bin??? Irgendwie schauen die auch schon etwas bemitleidenswert aus. Da gibt es nur eins: LEMON CURD. Und da ich eigentlich noch recht munter bin, entscheide ich mich dafür gleich damit zu starten. Ist ja schnell gemacht. Das denkt man immer so leichtsinnig. Bis alles wieder aufgeräumt ist, die Bilder geschossen sind, ist es dann doch 0:30 Uhr. Jetzt doch etwas müde freue ich mich über das Ergebnis. Am nächsten Morgen gab es den Curd auf Toast. Einfach nur lecker! Hat sich gelohnt, der nächtliche Einsatz. Hier ist das Rezept: Zutaten 2 EL Zitronenschalen (das entspricht ungefähr 5 BIO-Zitronen) 100 g Butter 130 g Zitronensaft (eine mittlere Zitrone ergibt etwa 30-35 g Saft) 370 g Zucker (evtl. z.T. durch Vanillezucker ersetzen) 4 Eier Zubereitung Alle Zutaten, bis auf die Eier, in einem flachen Topf erwärmen bis sie kurz aufkochen. Die Eier derweil in einer Schüssel gut verrühren oder einmal mit dem Stabmixer durchgehen damit eine homogene Masse aus Eiweiß

Warme Schokoladen-Tarte mit Ragout von exotischen Früchten und Pistazien-Rahm-Eis

Warme Schokoladen-Tarte mit Ragout von exotischen Früchten und Pistazien-Rahm-Eis

Dieses Dessert von Sternekoch Alexander Kunz durfte ich anlässlich einer Probeverkostung in seinem Restaurant genießen. Bist du Schokoladen-Fan? Dann solltest du die Tarte unbedingt ausprobieren! Ein Wort zur Art und Weise wie das Gericht angerichtet ist: Der optische Eindruck wird natürlich durch die längliche Form des Tellers und der aneinandergereihten Platzierung der Speisen geprägt. Auch hier lässt sich schön beobachten wie wichtig die Zahl 3 für das Auge ist (siehe auch Artikel „Elegant anrichten„). Es würde einfach mit zwei Speisen unvollständig wirken und 4 wären irgenwie zu viel des Guten. Auch wichtig: Das Eis ist als Nocke angerichtet und nicht als Kugel. Das würde neben der runten Tarteform seltsam aussehen. Die Pistazien unter dem Eis weisen noch einmal auf die Hauptzutat hin, ein kleiner Trick, den du auch auf andere Speisen gut übertragen kannst (natürlich solltest du jetzt nicht anfangen ganze Kartoffeln unter dein Kartoffelpüree zu legen). Hier ist das Rezept, original von Herrn Kunz und direkt aus der Küche: Mürbeteig Zutaten: 125 g Butter 125 g Zucker 250 g Mehl 1 Ei Zitronenschale Vanille Salz Zubereitung: Alle Zutaten miteinander zu einem homogenen Teig verarbeiten und diesen im Kühlschrank ca. 2 Stunden ruhen lassen. Schokoladen-Tarte Zutaten: 3 Eier 40 g Zucker 140 g Kuvertüre 70% 120 g

Cannelloni mit Lachsfüllung

Cannelloni mit Lachsfüllung

Auf dem Blog poggegrillt.de stieß ich auf diese elegante kleine Vorspeise die sich sicher auch gut als Amuse bouche oder zu einem Buffet servieren lässt. Hier wird hervorragend gezeigt, wie man auch recht einfachen Zutaten etwas für Angeber’s Menü zaubern kann. Da sich beim Blog von Stefan Poggemann alles um’s Grillen dreht, hat er den Lachs natürlich auf dem Grill gegart womit dem Gericht ein zusätzliches Highlight verpasst wird. In einem am Herd zubereiteten Menü ist das vielleicht ein wenig zu umständlich. Selbstverständlich darf der Lachs dann auch z.B. pochiert, gedämpft oder in der Pfanne gebraten werden. Und hier das Rezept nach Stefan Poggemann: Zutaten 5 Cannelloni 250 g Lachsfilet mit Haut Fleur de Sel Pfeffer Thymian Für den Dip: 3 El griechischer Joghurt 1 El Mayonnaise 1 Tl Dijon Senf Fleur de Sel weißer Pfeffer Zubereitung Den Lachs rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen damit er Zimmertemperatur bekommt. Dann mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Den Grill vorheizen auf 150 Grad Celsius. Das fertige Filet sollte am Ende des Garprozesses eine Kerntemperatur von 60 Grad haben. In der Zwischenzeit können die Cannelloni vorgekocht werden. Diese werden danach halbiert. Am besten mit einem schrägen Schnitt damit sie, wie im Bild zu sehen, dekorativ angerichtet werden

Birnen-Zwiebel-Tarte

Birnen-Zwiebel-Tarte

Auf seiner Website (www.malteskitchen.de) stellte mein Blogger-Kollege Malte kürzlich eine einfach herzustellende aber trotzdem ungewöhnliche Beilage vor. Eine Birnen-Zwiebel-Tarte! Die hätte ich mir auch gut als kleine Vorspeise, für das Buffet oder als Zwischengang vorstellen können. Die Idee, die Tarte als Beilage zu einem Hauptgang zu kredenzen erhebt das feine Etwas erst so richtig in den Adelsstand. Genau das Richtige um es euch hier vorzustellen denn bei ‚Kochen für Angeber‘ geht es ja Ideen, die deinen Gästen auffallen. Wenn sie einfach zu machen sind, umso besser! Auf dem Bild oben serviert Malte die Tartelettes zu einer geschmorten Gänsekeule. Durch die Kombination von Birne und Zwiebel passen sie natürlich besonders gut zu allen Wildgerichten. Hier ist das Originalrezept mit freundlicher Genehmigung von Malte: Zutaten für 4 Tartelettes 250 g Blätterteig (TK) 3 weiße Ziwebeln 2 reife Birnen 100 g Creme Fraiche 1 EL Butter Salz und Pfeffer Zubereitung Den Backofen lässt du schon einmal auf 180°C vorheizen. Schneide inzwischen die Zwiebeln in dünne Ringe. Die Birnen werden geschält, geviertelt, natürlich vom Kerngehäuse befreit und in feine Scheiben geschnitten. Zwiebeln und Birnen werden dann in einen Topf gegeben in dem du die Butter schmelzen gelassen hast und werden 5 Minuten darin geschmort. Dann wird die Creme fraiche unter

Jakobsmuschel auf Zitronengraspüree, Salsa Verde und Knusperchips

Jakobsmuschel auf Zitronengraspüree, Salsa Verde und Knusperchips

  Zu diesem kleinen Gaumenschmeichler wurde ich durch einen Kochblog animiert. Zwar hatte ich das Rezept nur noch grob im Kopf, jedoch hatte ich gerade so ziemlich alle Zutaten zur Hand, an die ich mich erinnern konnte. Und ein bisschen interpretieren schadet ja nicht. Ich kann das Rezept jedem der Meeresfrüchte mag nur wärmstens empfehlen auszuprobieren! Es schmeckt wirklich sensationell. Zutaten (4 Porti0nen) 4 Jakobsmuscheln etwa 300 g (mehlig kochende) Kartoffeln 2 Stengel Zitronengras 100 ml Milch oder Milch-Sahne etwa 50 g Butter Olivenöl 1 Bio-Zitrone 2 Stängel Petersilie (am besten glatte) ein 1/2 Bund Schnittlauch 1 Kästchen Kresse Salz schwarzer Pfeffer aus der Mühle Zubereitung Zitronengrashalme mit Messerrücken klopfen, halbieren oder in große Stücke schneiden und mit Milch aufkochen und ziehen lassen. Damit der Geschmack des Zitronengrases von der Milch möglichst gut aufgenommen wird, sollte es gut 2 Stunden ziehen. Oder man macht das am Tag davor. Kartoffeln gut waschen und so schälen, dass ein paar besonders schöne Schalenstücke zum fritieren bleiben. Kartoffeln weich kochen, zwei mal durch die Presse drücken oder einmal durch die Presse und einmal durch ein Sieb, damit eine möglichst feine Creme entsteht. Butterflöckchen hineingeben oder (noch besser) Butter schmelzen und braun werden lassen (Nussbutter) und hineingeben. Nun

Insalata Caprese auf dem Löffel

Insalata Caprese auf dem Löffel

Dieses kleine und einfache Rezept passt sehr gut zum Konzept von „Kochen für Angeber“ denn es zeigt, wie man eine Allerweltsvorspeise so abwandeln kann, dass sie wieder etwas besonderes wird. Jeder kennt mittlerweile den italienischen Vorspeisenklassiker „Tomate-Mozarella“. Oft und sicher auch klassisch wird er wunderhübsch angerichtet und serviert auf einer großen Platte von der sich jeder etwas nehmen kann. Damit eignet sich diese Vorspeise besonders gut für das Buffet und so entdeckt mal (leider) kaum ein Buffet auf dem dieser Klassiker fehlt. Leider hat das Anrichten auf einer großen Platte den Nachteil, dass die Optik linear zur Nachfrage leidet! Wenn jeder auf der Platte „herumstochern“ kann wie auf einem Wühltisch im Ausverkauf, lässt es sich kaum vermeiden, dass Mozzarellastücke hilflos in Balsamicoessig ertrinken und gar nicht mehr so hübsch weiß und appetitlich aussehen. Auch der einst frische Basilikum lässt sich auf der halb leer gegessenen Platte ganz schön hängen. Beim Anrichten auf dem Löffel hat man all diese Nachteile nicht. Wer aber kurz nachdenkt, dem wird sich schnell die Frage aufdrängen: Wie bekomme ich denn Essig UND Öl auf den Löffel ohne das es zerfließt? Darüber habe ich auch eine ganze Zeit lang nachgedacht und mich dann entschieden, das Olivenöl einfach zu binden. Und zwar in einem

Küchen-Tipps & Tricks (13) – Eiswasser

Küchen-Tipps & Tricks (13) – Eiswasser

Kennst du das? Du willst für eine Zubereitung etwas in Eiswasser abschrecken um den Garprozess zu unterbrechen. Schließlich willst du deinen Gästen ja knackig grüne Bohnen servieren um auch den richtigen Eindruck zu machen. Unwillkürlich stellt man sich da doch eine große Schüssel vor, in der jede Menge Eiswürfel schwimmen, oder?. Aber woher nimmt man das ganze Eis? Vielleicht ist das für dich ja kein Problem weil du einen dieser sündhaft teuren amerikanischen Kühlschränke in der Küche hast, die einfach so, beliebig viele Eiswürfel herstellen können. Oder du wohnst direkt neben einer Tanke bei der man fertige Eiswürfel in Großpackungen kaufen kann und dein Tiefkühler ist sowieso gerade halb leer. Dann brauchst du diesen Tipp hier nicht. Die wenigsten besitzen aber überhaupt mehr als einen einzigen Eiswürfelbehälter! Und ein halb voller Tiefkühler ist meist eine Utopie. Oder du kennst einen Trick. Wenn nicht, hilft dieser hier. Der ist zwar unglaublich simpel aber bekanntlich kommt man ja auf die einfachsten Lösungen immer am schwersten. Bei mir hat es jedenfalls eine Zeit gedauert bis ich darauf kam. Du kaufst dir bei der nächsten Gelegenheit eine Packung wiederverschließbare Tiefkühltüten. Am besten eine kleine Variante, damit die gefüllten Tüten nicht zu schwer werden. Du kannst ja mehrere benutzen.

Gänseconfit sous-vide

Gänseconfit sous-vide

Falk Kulinarium ist der Rezept-Blog oder das digitale Kochbuch der Falk Seehotels. Neben tollen Rezepten findet sich dort auch allerhand Wissenswertes wie z.B. warum ein Nutella-Brot immer ausgerechnet mit der „Nutella-Seite“ auf dem Boden landet. Thorsten Falk, Geschäftsführer der Falk Seehotels, hat mir freundlicherweise genehmigt dieses Rezept für seine sous-vide-gegarte Gänsekeule samt Bild hier als Beispiel für meine Rubrik „Sous-Vide“ zu verwenden. Vielen Dank dafür! Heute, da ich diesen Beitrag veröffentliche, ist der vierte Dezember und viele Menschen – insbesondere Hobbyköche wie du und ich – grübeln jetzt schon nicht nur darüber nach, was sie an Weihnachten verschenken möchten, sondern viel mehr darüber, was sie kochen werden. Da kommt so ein Gericht doch gerade recht, wie ich finde. Was es zu einer Besonderheit erhebt ist, aus meiner Sicht, vor allem die Zubereitungsart des Fleisches und die Kirschsoße. Das bekommt der Gast bestimmt nicht alle Tage so serviert und deshalb gehört es eindeutig in die „Angeber-Küche“. Als Zugabe gibt es auf der Rezeptseite von Thorsten Falk noch zwei weitere köstliche Verwendungsmöglichkeiten für das Fleisch, nämlich Ravioli und Wan-Tan von der confierten Gänsekeule mit Amarettoschäumchen. Und weil du jetzt wahrscheinlich schon ganz zappelig vor Anspannung bist und es gar nicht mehr erwarten kannst, gibt es hier endlich den Link zum

Rücken vom Freilandrind im Tramezzino Mantel

Rücken vom Freilandrind im Tramezzino Mantel

Rücken vom Freilandrind im Tramezzino Mantel mit sautiertem Gartengemüse und kleinen Kartoffelgnocchi Ein Original-Rezept von: Sternekoch Alexander Kunz, Restaurant Kunz GmbH, Kirchstraße 22, 66606 Bliesen und Fleisch-Hauptgang seines Wintermenüs im Alexander Kunz Theatre Alle Zutaten für 4 Personen Rinderrücken Zutaten: 600 g Rinderrücken * 3 Tramezzinoplatten 300 g Poulardenfarce (siehe weiter unten) 100 g Butter * wenn es als Freilandrind im Menü bezeichnet wird, dann sollte es natürlich auch ein solches sein. Zubereitung: Den Rinderrücken Salzen und Pfeffern, in der Pfanne mit Öl bei nicht so starker Hitze von allen Seiten kurz und gleichmäßig anbraten. Auf einen Teller geben und im Kühlschrank abkühlen lassen. Die Tramezzinoplatten auf Klarsichtfolie legen, die Farce (siehe unten) ca. 1 cm dick auf dem Brot verstreichen. Den Rinderrücken an den unteren Rand des Brotes legen und gleichmäßig einrollen. Die Ränder abschneiden und die Folie umschlagen. Nun die ganze Rolle 2 mal in Alufolie einschlagen und die Ränder fest zudrehen. Im Wasserbad bei 80°C ca. 35-40 Minuten pochieren, bzw. 48°C Kerntemperatur (die ist aber schlecht messbar, weil man mit einem Fleischthermometer die Folien durchstechen würde. Es gibt aber einen Trick: siehe Ende des Beitrages). Die Roulade nach dem Garen ca. 10 Min. ruhen lassen und anschließend in einer Pfanne mit

Velouté – weiße Grundsauce

Velouté – weiße Grundsauce

Bei einer Velouté handelt es sich um eine weiße Grundsoße. Sie lässt sich durch die Verwendung unterschiedlicher Fonds leicht variieren und ist schnell gemacht. Sie passt vor allem zu hellem Fleisch von Kalb, Fisch oder Geflügel sowie zu Gemüse. Gut gemacht, ist sie samtig und sähmig. Zutaten Butter und Mehl zu gleichen Teilen, zum Beispiel 50 g Butter und 50 g Mehl Salz Pfeffer ein paar Spritzer Zitronensaft ca. 500 ml kalter Kalbs-, Gemüse- oder auch Fischfond, je nach Verwendung. Nach Belieben zusätzlich ein paar Spritzer Weißwein oder heller Portwein oder auch Noilly Prat Muskatnuss Senf, wenn es eine Senfsoße werden soll Zubereitung Schritt für Schritt 1. Schritt: Wie bei einer klassischen Mehlschwitze lässt du die Butter in einem Topf bei mittlerer Temperatur schmelzen. Sobald die Butter geschmolzen ist (oder auch schon kurz davor) wird das Mehl darin angeschwitzt. 2. Schritt: Dabei ist es wichtig, das Mehl gut mit einem Kochlöffel oder dem Schneebesen einzurühren, damit keine Klümpchen entstehen. Die Butter-Mehl-Mischung darf keine Farbe nehmen da die Soße ja hell bleiben soll. 3. Schritt: Nun wird der Fond eingerührt. Immer schön nach und nach und nicht alles auf einmal. Bein Einrühren des Fonds ändert sich die Konsistenz schlagartig, wie auf dem Bild schön zu sehen

Eismeerkabeljau in Olivenöl pochiert auf Couscous

Eismeerkabeljau in Olivenöl pochiert auf Couscous

Ein weiteres Rezept aus der Feder des Sternekochs Alexander Kunz, welches er mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Das Gericht kündigt er auf der Karte an als „Eismeerkabeljau in Olivenöl pochiert auf Couscous mit Rosinen und gerösteten Mandel in leichter Limonenblatt – Curry Velouté“. Gar nicht im Titel erwähnt aber doch der eigentliche Knaller ist sicher das Popcorn! Wenn du deinen Gästen diesen Gang servierst und diese dich nach einem Blick auf das Popcorn völlig verständnislos anschauen ist vielleicht der richtige Moment gekommen um zu erwähnen, dass die Rezeptur und diese verrückte Idee nicht von dir, sondern von einem deutschen Sternekoch kommt. Für das Thema „Kochen für Angeber“ eignet sich die Rezeptur hervorragend, weil sie gleich mehrere Komponenten hat mit denen man seine Gäste überraschen und hoffentlich auch beeindrucken kann. In’s Auge stechen insbesondere Die Verwendung von Popcorn zu einem Fischgericht Die Verwendung von Rosinen in der Verbindung mit Fisch Die Garmethode für denFisch Da ich das Vergnügen hatte den Gang selbst bei Herrn Kunz zu kosten kann ich nur empfehlen das einmal auszuprobieren denn die Kombination Fisch mit Süß hat wirklich etwas sehr Überraschendes, schmeckt aber vorzüglich. Die Süße durch das Popcorn und die Rosinen ist genau so gewollt. Und hier ist

Sushi-Reis Grundrezept

Sushi-Reis Grundrezept

Was unterscheidet den Sushi-Reis von „normalem“ gekochten Reis? Für Sushi verwendet man einen speziellen Rundkornreis, der besonders weiß ist und einen hohen Stärkegehalt hat. Man bekommt ihn in Asialäden und natürlich im Internet. Der Unterschied zwischen gekochtem Reis so wie wir in in der deutschen Küche kennen und Sushireis ist zusätzlich Sushi-Zu. Sushi-Zu ist eine Essigmischung, die mit dem noch heißem gekochten Reis vermischt wird. Das folgende Rezept für Sushi-Reis stammt aus der Feder unseres deutschen Sushi-Meisters Steffen Henssler: Zubereitung 250 g Sushireis mit kaltem Wasser waschen bis er klar ist. Mit ca. 250 ml kaltem Wasser in einen Reiskocher geben und nach Anleitung kochen. Nach dem Kochen in eine Plastikschüssel geben. Reisessig, Zucker und Salz in einen Topf geben, leicht erwärmen und so lange rühren bis sich das Salz und der Zucker aufgelöst haben. 40 ml des abgekühlten Sushi-Zu zu dem Reis hinzufügen (den restlichen Sushi-Zu für die nächste Reis-Zubereitung aufbewahren, die Mischung wird mit der Zeit nicht schlechter, sondern immer besser). Etwa 1 min. vorsichtig verrühren und danach mit einem feuchten Handtuch abdecken. Bis zum Servieren sollte der Reis nach Möglichkeit warm gehalten werden.  

Sushi von Wildlachs mit Frischkäsecrème und Sesam an Ingwer-Sojasauce

Sushi von Wildlachs mit Frischkäsecrème und Sesam an Ingwer-Sojasauce

Es muss nicht immer ein asiatisches Menü sein, dass mit Sushi beginnt. Das beweist auch Sternekoch Alexander Kunz bei seiner Vorspeisenplatte zum Auftakt seines 4-Gänge-Menüs, dass er seinen Gästen bei der Dinnershow im Spiegelpalast in Saarbrücken in der Saison 2014/2015 serviert. Hier das Rezept des Sushi-Happen, der Teil einer Vierer-Vorspeise ist. Zutaten: 50 g Sesam weiß 50 g Sesam schwarz 2 Noriblätter 150 g Reis (Sushi) gegart 100 g Frischkäse 150 g Lachsfilet gebeizt Wasabipaste Ingwerwurzel eingelegt Sojasauce Zubereitung: Nori-Algenblätter halbieren. Eine Bambusmatte mit Frischhaltefolie abdecken. Ca. 120 g Reis darauf verteilen, gut andrücken. 1/2 Algenblatt darauf legen, mit 25 g Frischkäse bestreichen und den gebeizten Lachs darauflegen. Mithilfe der Matte aufrollen und zusammendrücken. Sushi herausnehmen und in zweierlei geröstetem Sesam wenden. In 8 Stücke schneiden. Restliche Zutaten genauso verarbeiten. Sushi mit Wasabi, Ingwer und Sojasauce servieren. Grundrezept Sushi-Reis für ca. 500 g gegarten Reis: 350 g Sushi-Reis (z.B. amerikanischer Rundkornreis) so lange waschen, bis das Wasser klar bleibt. Ca. 30 Minuten in kaltem Wasser quellen lassen und abtropfen. Mit 500 ml Wasser und evtl. 1 Stück Seetang in einen Topf geben und abgedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten garen. Seetang entfernen, Topf vom Herd ziehen und ca. 15

Lachs beizen

Lachs beizen

Natürlich gibt es beim Fischhändler oder auch in gut sortierten großen Supermärkten an der Fischtheke gebeizten Lachs in hoher Qualität zu kaufen. Dennoch gibt es zwei Gründe, seinen Lachs selbst zu beizen: Gekaufter gebeizter Lachs ist oft schon in Scheiben geschnitten, für manche Rezepte braucht man aber ganze Stücke. Es macht einfach viel mehr daher (und das ist ja im Sinne des ‚Angebers am Herd‘) wenn du auf die Menükarte, die du deinen Gästen vorlegst, ‚hausgebeizt‘ draufschreiben kannst. Die folgenden Beiz-Rezepturen beziehen sich ungefähr auf ein ganzes Filet. Trockenbeize Zutaten 40 g brauner Zucker 20 g Wacholderbeeren 10 g Sternanis 5 g Pfefferkörner 5 g Fenchelsamen 80 g Meersalz Zubereitung Lachsfilet säubern und trockentupfen. Alle Zutaten in einem Mörser zerkleinern. Lachs damit gründlich einreiben und 36 Stunden ziehen lassen. Schwedische Beize Zutaten wenig Senf 5 El geschnittener Dill 4 El Zucker 3 El Meersalz 1 El gemahlener Pfeffer 5 Stück zerdrückte Wachholderbeeren Zubereitung Lachsfilet säubern und trockentupfen. Alle Zutaten, bis auf den Senf, in einer Schüssel mischen. Das Fischfilet hauchzart mit Senf bestreichen und mit den gemischten Gewürzen einreiben und 36 Stunden ziehen lassen. Phantasie-Beize Grundsätzlich lässt sich der Lachs mit allem Beizen was zu Fisch passt. Es gibt z.B. auch sehr

Praline von der Eismeer Lachsforelle auf marinierten Gartengurken mit Joghurt-Gurken Cannelloni

Praline von der Eismeer Lachsforelle auf marinierten Gartengurken mit Joghurt-Gurken Cannelloni

Aus dem Vorspeisenquartett des Sternekochs Alexander Kunz für sein diesjähriges Menü im Kunz Theatre hier die Eismeerforelle. Insbesondere die Gurkencannelloni ist natürlich ein Hingucker. Die Vorspeise eignet sich auch toll für einen Gruß aus der Küche, serviert auf einem kleinen Löffel. Eismeerforelle Zutaten: 4 Stücke Norwegische Eismeerforelle je ca. 50 g 50 ml kalt gepresstes Olivenöl Meersalz Pfeffer aus der Mühle Zubereitung: Die Eismeerforelle von ihrer Haut befreien und beidseitig mit Salz und Pfeffer würzen. Ein Backblech dick mit Olivenöl bestreichen und die Filets mit der Fleischseite nach oben auf das Blech setzen und ebenfalls mit Olivenöl beträufeln. Im vorgeheizten Backofen bei 70°C Umluft für ca. 12- 15 min. sanft garen. Joghurt-Gurken Cannelloni Zutaten: 75 g Joghurt 25 g Sahnequark 30 ml Gemüsebrühe 3 Blatt Gelatine 70 g geschlagene Sahne 1 EL Honig Meersalz Pfeffer aus der Mühle 2 Salatgurken 1 TL gehackter Dill 15 g vegetarische Gelatine (Rotalgengelee) Zubereitung: Die Gurken zusammen mit Salz, Pfeffer und Zucker fein pürieren und auf einem Passiertuch austropfen lassen. 250 ml dieses Fonds zusammen mit der vegetarischen Gelatine mischen, Dill dazugeben und in einem Topf auf ca. 90°C erwärmen. Die Gurkenmasse zügig und dünn auf ein geöltes Blech schütten und im Kühlschrank festwerden lassen.

Tatar von der Kalbshüfte mit pikanter Guacamole und gesalzenen Erdnüssen

Tatar von der Kalbshüfte mit pikanter Guacamole und gesalzenen Erdnüssen

2014 überrascht Sternekoch Alexander Kunz in seinem über die Grenzen hinaus bekannten ‚Kunz Theatre‚ seine Gäste gleich zu Anfang mit einem ganzen Vorspeisen-Quartett (siehe auch Bild am Ende des Rezeptes). Hier ist das Rezept für eines der vier Teile, nämlich das Tatar von der Kalbshüfte mit pikanter Guacamole und gesalzenen Erdnüssen. Da ich es selbst schon probieren durfte, kann ich hinzufügen, dass es ausgesprochen delikat schmeckt – ein wirklich äußerst gelungener Gaumenkitzel. Natürlich nur dann, wenn es auch richtig gemacht ist. Also auf geht’s: Ab in die eigene „Sterneküche“ und ausprobieren! Zutaten Tatar: 200 g Tatar vom Kalb 50 g Avocado Würfel 50 g gesalzene Erdnüsse 1 EL Zwiebel Würfel 1 TL Ketchup 1 TL Meaux-Senf 2 EL kalt gepresstes Olivenöl 1 Eigelb Meersalz Pfeffer aus der Mühle Zubereitung Tatar: Das frisch geschnittene Tatar mit den restlich Zutaten mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Bedarf kann noch etwas Olivenöl und die Erdnüsse hinzugegeben werden. Zutaten Guacamole: 2 reife Avocados 1/2 Limette 1/2 Zwiebel 2 Knoblauchzehen Salz Pfeffer Zubereitung Guacamole: Die Zwiebel in kleine Stückchen schneiden, den Knoblauch klein hacken. Die Avocados schälen, entkernen und zu einem Brei zerdrücken (z.B. mit einer Gabel). Die Zwiebeln sowie Knoblauch untermischen, den Saft einer halben Limette

Graupen-Kürbis-Risotto

Graupen-Kürbis-Risotto

Dieses leckere Graupenrisotto kann sowohl aus Hauptspeise serviert werden aber auch, dann natürlich eine kleinere Portion davon, als Zwischengang oder Vorspeise, z.B. zusammen mit einem Stückchen Edelfisch. Zutaten für 4 Personen (als Hauptgang): 300 g Graupen (Perlgraupen) 1 Schuss trockener Weißwein oder Sekt 400 ml Gemüsefond 1 mittelgroßer Hokaidokürbis 1 Zwiebel oder 2 Schalotten Fett zum andünsten (z.B. Butterschmalz) 100 ml Sahne Parmesan nach Belieben Salz, Pfeffer Bio-Zitrone Kleines Stück Ingwer 1 Lorbeerblatt Kürbiskerne Petersilie Zubereitung: Hokaido waschen, in kleine Würfel schneiden, Zwiebel bzw. Schalotten schälen und fein würfeln.  Zusammen in etwas Fett bei mittlerer Hitze andünsten. Graupen unter fließendem Wasser in einem Küchensieb abspülen und gut abtropfen lassen. Zur Kürbis-Zwiebel-Mischung geben und ebenfalls ein wenig anschwitzen. Mit einem Schuss trockenem Weißwein oder, wie im Bild, Sekt (hatte gerade keinen Weißwein im Haus) ablöschen. Auf die Menükarte könnte man dann ja auch „Graupen-Kürbis-Sektrisotto“ schreiben.   Gemüsefond wärmen und so viel zugießen, dass das Risotto gerade bedeckt ist. Lorbeerblatt hinzugeben und das Stück Ingwer (Achtung: wirklich nur ein kleines Stück) hineinreiben. Ca. 20 Minuten sanft köcheln lassen. Dabei immer wieder mal umrühren. Nach und nach Fond zugießen bis die Graupen gar sind. Wenn der Fond am Ende nicht ganz reicht, statt dessen Wasser nehmen.

Crèmesuppe vom Muskat Kürbis mit kalt gepresstem Kernöl aus der Steiermark und karamellisierten Kürbiskernen

Crèmesuppe vom Muskat Kürbis mit kalt gepresstem Kernöl aus der Steiermark und karamellisierten Kürbiskernen

Diese wirklich hervorragend schmeckende Variante einer Kürbissuppe durfte ich bei Sternekoch Alexander Kunz genießen. Sie ist ein Teil eines Vorspeisen-Quartetts (siehe unten), kommt aber bestimmt auch also Solovariante gut bei deinen Gästen an. Freundlicherweise hat Familie Kunz mir das Rezept zur Verfügung gestellt, dass ich euch keinesfalls verheimlichen will. Zutaten: 300 g Muskatkürbis 50 g Schalottenwürfel 30 g Butter 400 ml Gemüsebrühe 150 ml Sahne 100 g Nussbutter Meersalz Muskatnuss Pfeffer aus der Mühle Zucker Zubereitung: Das Gemüse in einem Topf mit etwas Butter anschwitzen und danach mit der Gemüsebrühe ablöschen. Den Fond ca. 20 min. leicht köcheln lassen und danach die restlichen Zutaten dazugeben. Die Suppe mit einem Pürierstab fein mixen und absieben. Im Anschluss die Suppe erneut aufkochen und die Nussbutter mit dem Pürierstab einmixen. Beim Anrichten nicht zu sparsam mit gutem Kürbiskernöl aus der Steiermark verfeinern.

Balsamicoreduktion

Balsamicoreduktion

Mit einer dickflüssigen Balsamicocreme lassen sich schöne Akzente setzen nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich. Im „einfachen“ Handel bekommt man diverse Sorten „Crema con Balsamico“ zu kaufen. Hierbei handelt es sich allerdings oft um einen Billigessig, der mit (künstlichen) Aromen ergänzt und gestreckt wird. Es heißt ja nicht umsonst CON (also MIT) Balsamico. Eine Balsamicocreme kannst du aber auch ganz leicht selbst herstellen. Du brauchst dafür nicht einmal den teuersten Essig. Durch die Beigabe von Zucker und die Reduktion der Flüssigkeit entsteht eine schöne Konsistenz und ein feiner Geschmack. Die fertige Reduktion hält sich durch den Essig und den Zucker quasi unbegrenzt ist aber so lecker, dass das reine Theorie ist bleibt ;-). Die folgende Rezeptur ist übrigens von Sternekoch Holger Stromberg. Entnommen aus seinem, nicht nur für ambitionierte Hobbyköche, sehr empfehlenswerten Buch „Kochen. Leidenschaft. Perfektion.“. Zutaten Ergibt etwa 0,1 Liter 100 g Zucker 500 ml Aceto balsamico Zubereitung Den Zucker in einen hohen Topf geben und auf starker Hitze karamellisieren. Mit dem Aceto balsamico ablöschen (Vorsicht! Spritzt!). Anschließend einkochen bis eine sirupartige Konsistenz entsteht. Noch warm aus dem Topf gießen und verschlossen und kühl aufbewahren. Zimmerwarm servieren. Tipp aus dem Kochbuch von Holger Stromberg: Die Reduktion kann man beim

Steak, Essigklöße, Kräuterseitlinge, Karotten und kandierter Knoblauch

Steak, Essigklöße, Kräuterseitlinge, Karotten und kandierter Knoblauch

„Ein halber Stromberg“ Vor Kurzem habe ich mir ein Kochbuch von Holger Stromberg gegönnt. Titel: „Kochen. Leidenschaft. Perfektion.“ Beim Durchblättern im Laden lief mir schon das Wasser im Munde zusammen. Wie sagt man so schön: „Mit hungrigem Magen soll man nicht einkaufen gehen.“? Für die meisten Menschen gilt dieser Spruch wohl für Lebensmittelgeschäfte. Bei mir sind es Buchhandlungen! Zumindest wenn sie Kochbücher führen. Tolle Bilder, außergewöhnliche Rezepturen und schön angerichtete Teller ließen mir keine Wahl: KAUFEN! Mit außergewöhnlichen Rezepturen ist es aber oftmals so eine Sache. Bretonischer Hummer, Knurrhan, Rehschinken oder Kalbskopf bekommt man (bei uns jedenfalls) nicht gerade an jeder Ecke. Da bedarf es schon etwas Mühe um die Lebensmittel überhaupt zu besorgen. Bei der genaueren Durchsicht des Kochbuches fällt mir aber auf, dass es, neben Rezepten die in der normalen Hobbyküche eher schwer nachzukochen sind, auch durchaus Alltagstaugliches zum Nachkochen darin gibt. Außerdem: Wo steht denn geschrieben, dass man verschiedene Komponenten nicht auch austauschen kann. So fällt mir das Rezept mit den Essigklößen ins Auge. Die finde ich spannend. Das Drumherum kann man ja durchaus durch andere Zutaten ersetzen. Das Original im Kochbuch ist mit geschmorter Heidschnuckenschulter und Pfifferlingen. Eine Heidschnuckenschulter war auf die schnelle nicht aufzutreiben. Die ersetze ich kurzerhand durch Rib-Eye-Steaks. Für

Küchen-Tipps & Tricks (11) – Mayonnaise ohne Ei

Küchen-Tipps & Tricks (11) – Mayonnaise ohne Ei

Der Eine liebt es, z.B. in der Bloody Mary, der Andere findet es widerlich: rohes Ei! Alleine die Vorstellung etwas zuzubereiten in dem ein rohes Ei verarbeitet ist, ist für manche Menschen ein Graus. Andere wiederum verzichten lieber darauf, weil sie sich vor einer Salmonellen-Vergiftung fürchten. Aber wer kein rohes Ei essen mag, muss zwangsläufig auf so Manches verzichten, wie z.B. auf eine herrlich frische, selbst gemachte Mayonnaise, Aioli oder Remoulade. Eigentlich Schade! Aber ist das wirklich so? Warum wird eigentlich aus dem Ei und dem Öl beim Mixen plötzliche eine Substanz mit cremiger Konsistenz? Nun, das liegt an dem im Eigelb enthaltenen Lecithin. Lecithin ist nämlich ein prima Emulgator also ein Stoff, der überhaupt erst möglich macht, dass sich eine fetthaltige Substanz – wie z.B. Öl – mit einer Wasserhaltigen – wie z.B. Ei – vermischen lässt. Folglich, müsste man das Ei doch durch Zutaten ersetzen können, die ebenfalls viel Lecithin enthalten, oder? Die Antwort ist eindeutig: Ja! Diese Schlussfolgerung ist in der Tat grundsätzlich richtig. Viel Lecithin enthält z.B. Milch und deshalb kannst du tatsächlich aus Milch und Öl eine genauso pastöse Masse entstehen lassen wie aus Ei und Öl. Zugegeben, du benötigt dazu schon einen Stabmixer. Nur durch die hohe Umdrehungszahl

Tomatentürmchen

Tomatentürmchen

Auf dem Artikel-Bild siehst du den dekorativen Einsatz von ‚Tomatentürmchen‘. Neben den Tomatentürmchen stehen hier, neben dem eigentlichen Gericht, einer Spargeltarte, auch noch Spargelspitzen dekorativ in die Höhe, die auf einer Balsamico-Zwiebel-Marmelade ‚kleben‘. Schön zu sehen ist, wie die Zwischenräume vom Koch optisch gefüllt wurden mit Pesto, Balsamico-Tröpfchen und Schnittlauch. Die Tomatentürmchen sind einfaches Handwerk. Ich hatte die Vermutung, dass die Tomatenhälften aufeinander herumrutschen. Tun sie aber nicht. Kleben bombenfest. Uns so einfach werden die Türmchen angefertigt: 1. Schritt: Am besten nimmst du  Cocktailtomaten mit einer etwas länglichen Form, z.B. Dattel-Cocktailtomaten. 2. Schritt: Schneide beide Enden möglichst gerade ab und teile die Tomate dann in der Mitte. Hier siehst du auch warum ich längliche Tomaten empfehle. Bei runden Kirschtomaten bleibt sonst nicht mehr viel übrig. 3. Schritt: Die eine Hälfte wird nun mit der größeren Seite nach unten auf die Unterlage gestellt und die andere umgekehrt obenauf. 4. Schritt: Eine Basilikumspitze darauf rundet das Türmchen optisch ab. Auch hübsch mit Kerbel. Kleine Blüten vom Gartenkräutern sehen auch super aus. Ganz in Gelb oder gemischt, kann natürlich auch hübsch aussehen.

Das Alexander Kunz Theatre Menü 2014 – Ein Geschmacksbericht

Das Alexander Kunz Theatre Menü 2014 – Ein Geschmacksbericht

Wie die Jungfrau zum Kinde Fast wie die Jungfrau zum Kinde kam ich vergangenen Freitag in den Genuss eines 4-gängigen Menüs bei Sternekoch Alexander Kunz und seiner Frau in deren Stammrestaurant in Bliesen. Alles fing mit einem harmlosen Hinweis einer Freundin via Facebook an. “Schau mal, das wär doch was für dich”! Ihre Empfehlung war die Teilnahme an einem Wettbewerb. Zu gewinnen: Einer von zwei VIP-Plätzen für die Pressekonferenz zur Menüvorstellung für das ‘Alexander Kunz Theatre 2014’. Das ‘Alexander Kunz Theatre’ ist kein weiteres Restaurant der Familie Kunz sondern ein Ereignis! Nun schon im fünften Jahr wird zur Wintersaison ein riesiges Zelt in Saarbrücken aufgebaut: das ‘Spiegelpalais’. Dort erwartet die Gäste ein Abend aus Show, Licht, Musik, Kunst und Kulinarik. Sage und schreibe 175.000 Gäste fanden allein in der vergangenen Saison den Weg dort hin. Na gut. Das reizt mich natürlich. Was muss man denn da machen? Wie, einfach nur ein Formular ausfüllen? O.K., warum eigentlich nicht? Das bekomm’ ich hin. Gesagt getan und – nicht mehr weiter daran gedacht. Bis eine E-Mail kam: “Herzlichen Glückwunsch…” Ach ja? War ich mal wieder der millionste Besucher einer Website oder so?  Nein, ich hatte tatsächlich einen der beiden VIP Plätze bei Alexander

Küchen-Tipps & Tricks (10) – Unbehandelte Zitrusschalen auf Vorrat

Küchen-Tipps & Tricks (10) – Unbehandelte Zitrusschalen auf Vorrat

Kennst du das? In vielen leckteren Rezepten sind Zesten oder der Abrieb von Orangen- oder Zitronenschale ein wichtiges Aroma. Das du dafür eine unbehandelte Frucht nehmen musst ist klar. Selten hat man die aber einfach so im Obstkorb liegen. Und so einfach ist es auch gar nicht die immer zu bekommen. Zwar führen mittlerweile sogar Discounter ab und zu Bio-Zitronen aber Verlass ist darauf nicht. Und Bio-Orangen sind sogar beim Bio-Händler nicht immer im Regal. Hast du dann glücklich so eine Bio-Frucht in der Hand, stellt sich heraus, dass du nur die Hälfte der Schale brauchst. Schade um die andere Hälfte oder? Noch schlimmer ist es, wenn du ein ganzes Netz gekauft hast, weil es günstiger oder keine Einzelfrucht zu bekommen war. Kochst du dann die nächsten Tage nur noch Rezepte in denen Zitrusfruchtschale gebraucht wird? Hier ein ganz einfacher aber genialer Trick: Press die Früchte aus, und frier die Schalen ein! Und hier gleich Trick Nr. 10b hinterher: Den Saft kannst du ebenfalls einfrieren wenn du ihn nicht sofort brauchst. Du füllst zuerst Eiswürfelbehältern damit und füllst die gefrorenen Quader in Gefrierbeutel um. So kannst du deinen Saft später schön portionieren. Die eingefrorenen Frucht-Schalen sind einzeln entnehmbar. Sie tauen schnell auf und können dann abgerieben werden. Wenn du Zesten oder Stücke brauchst, kannst du

Rotweinsoße oder Beurre rouge

Rotweinsoße oder Beurre rouge

Eine einfache Rotweinsoße herzustellen geht recht schnell und sollte meiner Meinung nach zu den Dingen gehören, die ein Hobbykoch beherrscht ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Im Prinzip brauchst du nur 4 Zutaten für die Grundsoße, nämlich: Zucker, Rotwein, kalte Butter, Salz & evtl. Pfeffer. Damit lässt sich schon eine wunderbare Beurre rouge herstellen. Für eine gute Rotweinsoße (auch wegen der Menge) empfiehlt sich aber als fünfte Zutat ein guter Fond. Der Wein Aufgrund der Dominanz des Rotweins in dieser Soße, ist dessen Qualität wichtig. Es muss nicht der teuerste Wein sein, eine mittlere Qualität ist aber schon wünschenswert. Manche Köche empfehlen den selben Wein zu nehmen, den man auch zum Essen serviert.  Das halte ich persönlich für übertrieben und spätestens beim Weihnachtsmenü würde ich die Soße wahrscheinlich mit meinen Tränen salzen wenn ich die Flasche Chateauneuf in die Pfanne gieße! Der Fond Perfekt ist es natürlich, wenn der verwendete Fond der Fleischsorte entspricht, die man zubereitet also Wildfond zu Wild, Kalbsfond zu Kalb u.s.w. aber natürlich geht auch Kalbs- oder Rinderfond zu Wild und Lamm oder Kalbsfond zu Rindfleisch oder sogar ein Gemüsefond. Sogar Hühnerfond würde gehen aber aufgepasst: Der Fond darf nicht so hell sein (z.B. Hühnerfonds), dass er einen zu starken Einfluss auf die

Melonensalat mit Feta und Thymian

Melonensalat mit Feta und Thymian

Anfang August. Hochsommer. Hochsommer? Bedauerlicherweise hängt der Himmel im Saarland voller Wolken und es gießt in Strömen. Da ist mir fast mehr nach Knödel und Sauerbraten als nach einem erfrischenden Salat. Trotzreaktion. Es IST Sommer. Basta! Der Garten ist immerhin voller Thymian, der mit seinen kleinen Blüten und seinem Duft ebenfalls dem Wetter trotzt und auf Hochsommer macht. Da würde man am liebsten verweilen wenn es nicht so nass und trüb wäre. Im Kühlschrank liegt eine viertel Wassermelone und wartet auch auf besseres Wetter damit sie uns endlich als willkommene, kühlende Erfrischung den Tag versüßen kann. Ein Päckchen Feta finde ich fast gleich daneben. Jetzt fehlt mir eigentlich nur noch die passende Säure für einen Melonensalat. Essig geht gar nicht. Zitrone? Keine Zitrone im Haus. Ärgerlich. Aber irgendwas fehlt immer. Nicht nur Zitrone. Also muss ich sowieso noch einkaufen gehen. Statt Zitrone, habe ich Limette mitgebracht. Die Säure der Limette ist weniger spitz und passt bestimmt noch besser zur Melone. Außerdem habe ich ein Glas Akazienhonig gekauft. Mit seinem milden Geschmack ist er weniger aufdringlich als der Waldhonig den wir noch auf Vorrat hatten. Jetzt ist alles schnell gemacht. Den Salat gibt es zum Abendesssen. Er schmeckt grandios. Eine Aromenexplosion auf der Zunge.

Caffè-Latte-Küchlein

Caffè-Latte-Küchlein

Backen? Ich? Eigentlich ist das ein ‚Käsekuchen-Rezept‘ und stammt aus einem kleinen Back-Heft das mir zufällig in die Hände fiel. In diesem Heft wird der ‚Cafè-Latte-Käsekuchen‘ in Scheiben aufgeschnitten und so serviert und sieht dann nett, aber doch irgendwie recht unspektakulär aus. Das Rezept hat aber meine Fantasie angeregt und in meinem Kopft entsteht die Idee, dass man diesen Käsekuchen sicher auch zu kleinen Törtchen ausstechen kann. Nun ist Backen ist nicht gerade meine Stärke. Ehrlich gesagt: Ich weiß gar nicht ob ich das kann. Das ist bei uns eindeutig der Part meiner besseren Hälfte. Aus diesem Grund hätte ich das Rezept sicher wieder zur Seite gelegt wenn wir nicht zufällig an diesem Tag Besuch erwartet hätten und meine Frau schon dabei war den Ofen (für Ihren Kuchen, der sicher wieder Spitze wird) anzuwerfen. Da könnte ich ja eigentlich gerade noch diesen Kuchen ’nachschieben‘. Gesagt getan. Während meine Frau ihren Kuchen backt, gehe  ich noch die fehlenden Zutaten kaufen – wer hat schon 800 g Frischkäse im Haus? Ich backe den Kuchen (fast) nach Rezept und siehe da: er gelingt tatsächlich! Zufall? Anfängerglück? Vielleicht. Egal! Auf jeden Fall gibt es den Klassiker ‚Käsekuchen‘ bei uns heute einmal überraschend anders. Und geschmeckt hat’s sogar auch. Was

Garnele auf Aioli und Taboulehteppich mit Orangengelee

Garnele auf Aioli und Taboulehteppich mit Orangengelee

Tabouleh, Taboulé oder Tabbouleh? Wikipedia besteht in seiner englischen Version auf letzterer Schreibweise in der deutschen Ausgabe auf der mittleren. In den meisten Rezepten im Netz wird allerdings die erste Schreibweise bevorzugt. Als beuge ich mich der Mehrheit! Eigentlich war das gar kein geplantes Rezept, dass ich hier zubereitet habe. Ich wollte nur ein Beispiel für diese Art der Anrichteweise für die Seite Formen (Ein Teppich) erarbeiten. Das ich dann ausgerechnet dieses Rezept gewählt habe zeigt eigentlich schon, dass es recht einfach in der Herstellung sein muss. Ich würde mich ja kaum drei Stunden an den Herd stellen nur um ein Bild für einen Artikel schießen zu können – bei aller Liebe. Da ich vollmundig auf Facebook angekündigt haben, dass ich das Rezept demnächst veröffentliche, will ich das natürlich auch tun. Here it is… Zutaten (für 4 Personen als Zwischengang) Für das Tabouleh 150 g mittelfeiner, geschroteter Bulgur 500 ml Wasser 1 große oder 2 kleine Tomaten 1 kleiner Bund Minze 1 Bund glatte Petersilie Petersilie und/oder Minze zum Ausdekorieren 1-2 (je nach Größe) Frühlingszwiebeln Salz (optional) Pfeffer Curcuma Ras el Hanout 1 EL Olivenöl 1 EL Zitronensaft Ein wenig Zitronenabrieb wenn Bio Zitrone benutzt wird 1/2 gelbe Paprikaschote (optional) 1/2 Zucchini

Tomatensalat ‚Deluxe‘

Tomatensalat ‚Deluxe‘

Die Anregung für diesen leckeren Tomatensalat stammt von Alexander Herrmann, der die Zubereitung in einer Topfgeldjäger-Sendung präsentiert hat. Die Idee, das Kerngehäuse zur Soße zu verarbeiten ist so einfach wie genial. So wird aus einem normalen Tomatensalat ein würdiger Zwischengang für ein Festmenü. Das Hähnchenfleisch habe ich übrigens Sous Vide gegart. Natürlich kann die Hühnerbrust auch einfach pochiert oder im Dampf gegart werden. Wer auf Röstgeschmack nicht verzichten will, kann sie selbstverständlich auch braten. Zutaten für 2 Portionen 1 Hähnchenbrust (ggf. frische Kräuter) 6 Strauchtomaten 1 weiße Zwiebel Basilikumblätter Salatblätter nach Belieben 2 EL Pflanzenöl Salz schw. Pfeffer aus der Mühle Zubreitung Die Hähnchenbrust wurde für diesen Salat nicht gebraten sondern im Sous Vide Verfahren gegart. Wie das geht kannst du hier nachlesen. Das dauert zwar 1 Stunde, kann aber tags zuvor gemacht werden weil das Fleisch ja kalt gegessen wird. Zur Belohnung erhälst du ein wunderbar saftiges Stück Fleisch. Wenn du es eilig hast, kannst du sie aber auch in fast kochender kräftiger Hühnerbrühe pochieren. Die Garzeit verkürzt sich dann auf rund 10 Minuten. Die weiße Zwiebel wird geschält, halbiert, in feine Streifen geschnitten und in einem Topf mit gesalzenem Wasser etwa zehn Sekunden blanchiert. Anschließend in ein Sieb geben, kalt abspülen und abtropfen lassen. Die Strauchtomaten legst du am besten

Erbsensprossen (Erbsenkresse)

Erbsensprossen (Erbsenkresse)

Wissenswertes und Anregungen für das Tischgespräch Was ist das? Bei der fälschlicherweise im Handel als Erbsenkresse immer häufiger erhältlichen Delikatesse handelt es sich in Wahrheit um die jungen Sprossen von Erbsen und nicht etwa um eine Kresse-Sorte. Das leckere Gemüse besteht aus den zarten Blättchen, Stielen und Ranken der kleinen Erbsenpflanze. Es schmeckt elegant nach Erbsen und erinnert auch ein wenig an den Geschmack von Zuckerschoten. Wie kommt man denn darauf? Wahrscheinlich waren es in Südostasien beheimatete Völker die die Erbsensprossen einem größeren Kreis bekannt gemacht haben. In China werden die dou miao gebraten und in Suppen, Salaten und gefüllten Teigtaschen angeboten. In Japan und großen Teilen Südostasiens findet man sie in Speisen die typischerweise grüne Keimlinge enthalten. Erbsensprossen werden allmählich auch im Westen immer bekannter und beliebter. Zuerst nutzen Köche in der gehobenen Gastronomie diese Minischößlinge als hübsche und überraschend aromatische Garnitur für ihre Gerichte. Inzwischen ist diese Delikatesse so begehrt, dass von Shanghai bis Südengland Erbsen alleine wegen ihrer Sprossen kultiviert werden.

Spargel

Spargel

Wissenswertes und Anregungen für das Tischgespräch Seit wann wird Spargel kultiviert? Griechen und Römer kultivierten Spargel für die Küche und die Heilpraxis aber die Spargelproduktion wie wir sie heute kennen beginnt erst 1845. Warum gibt es spezielle Spargeltöpfe in die der Spargel hochkant gestellt wird? Damit die Spargelköpfe nicht mit Wasser bedeckt sind und schonender und langsamer weil nur vom Dampf gegart werden. So sind sie etwa gleichzeitig mit den restlichen Stangen gar. Warum schmeckt Spargel am Anfang der Saison oft bitterer? Weil die Bitterstoffe in der Wurzel stecken. Ist der Spargel noch recht kurz, also zu Beginn der Saison, muss er näher an der Wurzel geschnitten werden und enthält deshalb mehr Bitterstoffe. Handelt es sich bei grünem und weißem Spargel um unterschiedliche Sorten? Nein. Spargel ist grundsätzlich grün. Weißer Spargel ist nur deshalb nicht grünt, weil man dafür sorgt, dass er immer von Erde bedeckt ist. Dadurch, dass er kein Sonnenlicht abbekommt, bleibt er weiß. Einer alten Überlieferung zufolge, war die Entdeckung des weißen Spargels purer Zufall. Anfang des 16. Jahrhunderts soll einmal ein verheerender Hagelsturm die komplette Spargelernte der, für Ihren Spargel bekannten, norditalienischen Stadt Bassano del Grappa vernichtet haben. In ihrer Verzweiflung haben die Einwohner dann, so

Küchen-Tipps & Tricks (9) – Sous vide garen ohne teure Hilfsmittel

Küchen-Tipps & Tricks (9) – Sous vide garen ohne teure Hilfsmittel

Wer der französischen Sprache mächtig ist, dem erklärt sich diese moderne Garmethode von allein: Sous vide heißt übersetzt ‚unter Vakuum‘. Das geschieht in Beutel eingeschweißt in Wasser oder Wasserdampf unter gleichmäßiger Niedrigtemperatur. Die Idee dahinter ist eigentlich simpel und einleuchtend: Auf diese Weise kann nichts aus dem Beutel austreten, weder flüchtige Geschmackstoffe oder Aromen noch Wasser. Außerdem kann der Geschmack des Gargutes durch beigelegte Zutaten wie Gewürze oder Kräuter intensiver beeinflusst werden. In der Profiküche werden für diese Garmethode zwei Geräte benötigt, die es mittlerweile auch in Varianten für den Privathaushalt gibt. Ein Vakuumiergerät und ein Sous-vide-Garer. Das Vakuumiergerät wird benötigt um das Gargut einzuschweißen und die Luft aus dem Beutel zu entfernen, der spezielle Garer hält selbständig die Temperatur des Wassers oder des Wasserdampfs auf exakt dem voreingestellten Wert. Auch wenn es die Gerätschaften mittlerweile als ‚Hobby-Koch-Varianten‘ gibt, kann man für beide Geräte immer noch locker 500 € hinlegen. Und das ist dann nur die Einsteigervariante. Es geht auch anders Es gibt Sterneköche, die Gargut über Tage bei extrem niedrigen Temperaturen garen. In diesem Fall kommt man um die Anschaffung eines speziellen Gargerätes natürlich nicht herum. Wenn man aber ’nur‘ erreichen will, dass man am Ende ein wunderbar zartes, saftiges Stück Fleisch auf dem Teller liegen hat, das gleichmäßig

Essenz vom Rind mit Tapiokaperlen

Essenz vom Rind mit Tapiokaperlen

Aus Neugier habe ich mir beim Asiaten neulich Tapiokaperlen gekauft. Das sind die kleinen Dinger, die man vom Bubble-Tea kennt. Ich hatte vor ein paar Wochen ein Kochbuch in der Hand in dem diese Perlen anderweitig zum Einsatz kamen. Also wollte ich das auch einmal ausprobieren. Nachdem die Packung mit den Perlen nun schon seit einiger Zeit im Vorratsschrank auf ihren große Einsatz gewartet hat, war es gestern nun soweit: Ran an die Perlen! Da ich mich nicht mehr an den Titel des Kochbuchs in dem ich davon gelesen habe, war improvisieren angesagt.  Und weil ich ich noch ein Rib Eye Steak vom Vortag übrig hatte und mir, ebenfalls aus Neugier, im Globus-Markt ‚Creazy Peas‘ gekauft hatte, ist mir diese Kombination eingefallen. Die ‚Creazy Peas‘ sind eine Kresse (so hat man mir erzählt), die nach Erbsen schmeckt. Wenn ihr mich fragt, sind das eher junge Erbsentriebe, aber egal. Sie schmecken nicht nach Kresse, sondern nach frischen Erbsen und das ist wirklich außergewöhnlich. Es gibt sogar eine Website darüber: http://www.discoverfresh.nl Das Gericht eignet sich meiner Meinung nach vorzüglich als kleiner Zwischengang oder als Amuse bouche in einem Menü. Es schmeckt extrem nach stark nach Rindfleisch. Die Tapiokaperlen transportieren diesen Geschmack zusätzlich auf die

Tapioka-Perlen

Tapioka-Perlen

Liebhaber von Bubble-Tea kennen sie. Wenn vielleicht auch nicht unter ihrem Namen ‚Tapioka-Perlen‘. Die kleinen durchsichtigen bunten Perlen die als Bubbles im Tee daherkommen. Pur schmecken sie eigentlich nach nichts und sind glitschig, machen aber optisch und auch auf der Zunge richtig was daher. Aber nicht nur für Tee und Süßspeisen lassen sich die kleinen Dinger einsetzen. Wissenswertes für das Tischgespräch Tapioka ist eine geschmacksneutrale Stärke, die aus gerösteten Maniokwurzeln (Kassava) gewonnen wird. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Brasilien wo sie schon seit Jahrhunderten von Ureinwohnern als Lebensmittel verwendet wird. Die Perlen werden in der Neuzeit hauptsächlich im asiatischen Raum zum Andicken, nicht nur aber hauptsächlich, von Süßspeisen verwendet. Über Taiwan haben die kleinen Perlen in gezuckertem Zustand dann im Kultgetränk ‚Bubble-Tea‘ Europa erobert. Tapioka kann sogar als Ersatz für Weizenmehl dienen. Der Vorteil: Tapioka ist glutenfrei und deshalb auch für Menschen mit Getreideallergie geeignet. Konsistenz Die Konsistenz der (gekochten) Perlen ist irgendwie zwischen Gelee, Kaugummi und Götterspeise zu beschreiben. Großteils zerplatzen die Perlen beim Genuss auf der Zunge – ein Gefühl das im Mund Spaß macht. Sorten Es gibt große und kleine Perlen sowie schwarze und weiße. Im Bubble-Tea sind die großen weißen und diese eigenen sich auch für die meisten Zubereitungsarten.

Küchen-Tipps & Tricks (8) – Bulgur-Salat (Tabouleh) extra körnig

Küchen-Tipps & Tricks (8) – Bulgur-Salat (Tabouleh) extra körnig

Wenn man Bulgur oder Couscous für einen Salat benutzt, ist das eine schnelle Sache, denn der vorgegarte Weizengrieß ist in wenigen Minuten fertig wenn er mit heißem Wasser oder Brühe übergossen wird. Nach 10 minütiger Quellzeit kann er schon weiter verarbeitet werden. Je nach Sorte kann es aber passieren, dass er dann auch nicht mehr so körnig ist und der ganze Salat ein wenig „pampig“ wird. Was viele nicht wissen: Man braucht den Bulgur gar nicht mit heißer Flüssigkeit übergießen. Man kann ihn auch ganz einfach nur in kaltem Wasser einweichen. Nachteil: das dauert länger, sogar mehrere Stunden, aber man kann das ja über Nacht machen. Man wird aber für die Wartezeit mit einem besonders lockeren und körnigen Salat belohnt. Ich schütte den Bulgur nach dem Einweichen übrigens in ein feines Sieb und drücke das Wasser aus, indem ich den Bulgur mit der Hand oder einem großen Löffel in das Sieb drücke. So ist er im Nu trocken genug um „angemacht“ zu werden. Beitragsfoto: By Tacirci (Tacirci) [CC0], via Wikimedia Commons

Gurkenspaghetti mit Frischkäseperlen und Fenchelschaumnocken

Gurkenspaghetti mit Frischkäseperlen und Fenchelschaumnocken

In einer Kochsendung von und mit Alexander Herrmann hat der Fernsehkoch Schlangengurken einmal auf eine mir völlig neue Art zubereitet. Dazu hat er auch noch körnigen Frischkäse total spannend verarbeitet. Also gleich zwei Gründe um mir dieses Rezept genauer anzuschauen.  Zumindest das mit dem Frischkäse ist wirklich eine coole Idee und dafür fallen mir jede Menge Anwendungsmöglichkeiten ein – wenn es so klappt wie ich mir das vorstelle. Als ich dann irgendwann beim Einkaufen nach Mascarpone suche, fällt mir Hüttekäse ins Auge und mir wieder ein, dass ich ja dieses Rezept von Alexander Herrmann mal ausprobieren wollte. Also kaufe ich spontan den körnigen Frischkäse. Den hatte ich bisher überhaupt nur einmal, in einem Gericht mit Rote-Beete-Carpaccio, verarbeitet. Eine Gurke habe ich noch Zuhause. Und Pfeffer und Salz ja sowieso. Also kann es heute Abend los gehen. Aus dem ‚heute Abend‘ wird mal wieder, wie so oft, ein ‚heute Nacht‘. Beim Durchlesen des Rezeptes fällt mir dann auf, dass mir der frische Dill fehlt. Den wollte ich doch im Garten anpflanzen. Hab ich aber nicht. Schade. Was nun? Aufgeben ist nicht. Ich schreibe einfach das Rezept völlig 😉 um. Wie wäre es mit Fenchel statt Dill? Warum nicht. Denn bei uns

Willkommen im ‚Club‘

Angeber-Gastgeber sind schon Originale! Es genügt ihnen nicht „nur“ gut zu kochen. Wo andere als Vorspeise einen Teller „Tomate-Mozzarella“ auf den Tisch stellen, servieren sie, ohne mit der Wimper zu zucken, „Insalata-Caprese-Terrine von der San Marzano“. Selbstverständlich nur mit Büffelmozzarella und altem Balsamico. Fühlst du dich jetzt irgendwie ertappt? Dann ist diese Seite (hoffentlich) genau das Richtige für dich! Hier findest du nämlich jede Menge Tipps & Tricks mit denen du deine Gäste beeindrucken kannst, Vorschläge mit denen du auf möglichst einfache Weise deine Gerichte ‚pimpen‘ kannst, Spannendes und Erstaunliches das einfach cool ist, nachvollziehbare Beispielrezepte – auch für weniger versierte Hobbyköche und sogar Basics für alle die manches zum ersten Mal machen oder zur Auffrischung.

Küchen-Tipps & Tricks (7) – Eine kleine Menge Sahne schlagen

Küchen-Tipps & Tricks (7) – Eine kleine Menge Sahne schlagen

Manchmal brauche ich nur eine kleine Menge Sahne z.B. für eine Creme aus der eine Nachspeise werden soll. Für eine kleine Familie von drei Personen wie wir es sind, braucht man da nicht viel. Früher habe ich, ohne groß nachzudenken, eine Standardpackungsgröße (200g) genommen und geschlagen. Ist ja auch nicht weiter schlimm. Man kann geschlagene Sahne ja für alles Mögliche gebrauchen (zum Beispiel zur Vergrößerung des Hüftumfangs). Da ich aber, für einen Nachtisch, den Zucker praktischerweise gleich beim Aufschlagen mit einrühre bin ich in der Verwendung der geschlagenen Sahne doch ziemlich eingeschränkt. Und da wir aber eigentlich fast immer eine angebrochene Verpackung ungeschlagene Sahne im Kühlschrank haben, habe ich mich irgendwann gefragt ob das nicht auch anders geht. Aber mit welchem Werkzeug geht man auf 50g Sahne los? Mit einem elektrischen Handmixer schon mal nicht. Und ein Schneebeesen? Geht das, wenn die Sahne gerade einmal den Schüsselboden bedeckt? Im ersten Bild sieht man wie viel Sahne ich dem 200g-Becher entnommen habe. Das waren wahrscheinlich noch nicht einmal ganz 50g.  So geht’s Wichtig ist, dass die Sahne gut gekühlt ist! Sie sollte also aus dem Kühlschrank kommen und dort auch am besten schon mehrere Stunden gestanden haben. Um den Effekt noch zu

Die einfachste Salatsoße – Schritt für Schritt

Die einfachste Salatsoße – Schritt für Schritt

Ein leckerer Salat ist immer eine gute Wahl als Zwischengang in einem Menü. Auch wenn du Salat nur als Deko oder Zugabe auf einen Teller legst, sollte er immer ein wenig mariniert sein. Bei empfindlichen Salaten wie Feldsalat musst du aufpassen, dass du ihn nicht in Dressing ertränkst.  Blattsalat sollte grundsätzlich erst kurz vor dem Servieren angemacht (mit dem Dressing vermischt) werden damit die Blätter auch noch schön knackig sind wenn er serviert wird. Hier ein paar grundsätzliche Tipps zur Zubereitung eines Salatdressings bevor es ans Rezept geht: 1. Das Verhältnis von Essig zu Öl sollte 1:2 oder sogar 1:3 sein. Also ein Löffel Essig und 2-3 Löffel Öl. Je nachdem wie schwach oder stark der verwendete Essig ist, kann das aber auch ein klein wenig variieren. Das kannst du nach dem probieren dann durch Zugabe entweder von Essig (wenn zu schwach) oder Öl (wenn zu stark) noch ausgleichen. Du erkennst übrigens das richtige Mischungsverhältnis auch gut daran, dass das Dressing leicht beim Mischen emulgiert also aus Öl und Essig eine (trübe) Einheit wird und nicht das Öl auf dem Essig schwimmt. 2. Zum Probieren (Abschmecken) des Dressings ziehst du ein Salatblatt durch die Soße. Das Abschmecken der puren Soße führt

Küchen-Tipps & Tricks (6) – Das Problem mit der Fischhaut auf dem Grill

Küchen-Tipps & Tricks (6) – Das Problem mit der Fischhaut auf dem Grill

Kennen Sie das? Sie grillen einen schönen Fisch aber die leckere, knusprige Haut hängt am Ende am Grillrost? Was habe ich mich nicht schon darüber geärgert! Selbst mit den Grillkörbchen für Fisch, die man überall bekommt, habe ich keine allzu guten Erfahrungen gemacht. Man kann den Fisch zwar gut wenden aber spätestens beim Öffnen des Körbchens bleibt die Haut dann daran hängen. Zumindest landet der Fisch nie so auf dem Teller wie ich mir das wünschen würde. Auch dann nicht, wenn ich den Grillkorb einfette bevor ich den Fisch einlege. Abgesehen davon, habe ich einen Grill mit Deckel (was für den Grillvorgang eine klasse Sache ist) und wenn ich Grillkörbe verwende (auch Gemüsekörbe), dann krieg ich den Deckel nicht mehr ganz zu weil die Griffe rausschauen. Und da dies vielen so geht, kann ein perfekt gebratener Fisch mit Knusperhaut auch ein Show-Effekt sein und zu dem gewünschten „Boah, sieht der lecker aus! Wie hast du denn das gemacht?“ führen. Ich habe jetzt endlich, zugegeben durch Zufall (und Neugier für alles rund ums Kochen), etwas entdeckt, was mein Problem gelöst hat: Grillmatten mit Anti-Haft-Beschichtung! Gefunden habe ich das Produkt in der Metro. Im Internet gibt es sie aber auch zu kaufen

Küchen-Tipps & Tricks (5) – Parmesantunnel

Küchen-Tipps & Tricks (5) – Parmesantunnel

Für eine kleine Vorspeise wollte ich mir eine neue Anrichteweise einfallen lassen und kam dabei auf die Idee mit dem Parmesantunnel. Die Herstellung ist denkbar einfach: Parmesan reiben. Nicht zu fein, damit das Ergebnis nicht zu „massiv“ wird sondern eine leicht netzartige Struktur bekommt. In der Breite der späteren Form für jeden Tunnel einen Streifen auf einen etwas breiteren Streifen Backpapier geben. Die Streifen auf ein Blech in den 200 Grad heißen Ofen geben. Zuschauen (wirklich: dabeibleiben ist wichtig!) wie der Parmesan schmilzt und sofort rausnehmen wenn er leicht hellbraun wird (oder früher, wenn ein helleres Ergebnis gewünscht ist). Die Streifen, samt Backpapier, um eine runde Form wickeln. Ich habe einen Servierring genommen. Das kann aber auch ein gerades Glas oder eine Tasse sein. Und mit einem Gummi in Form halten. Warten bis fest. Fertig! Je nachdem wie filigran das Kunstwerk geworden ist, vorsichtig damit umgehen :-)! Und hier ein Beispiel für eine mögliche Anwendung:

Küchen-Tipps & Tricks (4) – Bonbon-Chips

Küchen-Tipps & Tricks (4) – Bonbon-Chips

In einer Ausgabe der Sendung „Küchenschlacht“ habe ich gesehen, wie ein Kandidat aus Karamellbonbons dünne Chips hergestellt hat um damit sein Dessert zu dekorieren und um einen Knusper-Effekt einzubauen. Da denke ich mir: Das muss doch auch mit Fruchtbonbons gehen oder? Beim nächsten Einkauf liegt dann eine Tüte Fruchtbonbons im Einkaufswagen. Meine Frau und mein Sohnemann schauen mich ziemlich irritiert an, weil sie genau wissen, das ich so überhaut nicht auf Süßigkeiten stehe und schon gar nicht auf Bonbons. Gut, mein Sohn hat nicht unbedingt etwas gegen die Anschaffung. Wenn der wüsste… Und wenn ich schon einmal dabei bin, lege ich noch eine Tüte Lakritzbonbons dazu. Das Ergebnis von geschmolzenen Fruchbonbons ist ja ziemlich vorhersehbar. Aber Salmiak-Pastillen? Mal sehen. Bin gespannt. Wie es meistens so ist, kommen tausend Sachen dazwischen und ich komme nicht dazu meine Neugier am gleichen Tag zu befriedigen. Mein erster Versuch beginnt deshalb in der Folgenacht des Einkaufs. Die Aufzeichnungen meiner beliebtesten Kochsendungen habe ich – teils im Schnelldurchlauf – bereits „abgearbeitet“. Da kann ich ja mal anfangen rumzuexperimentieren. Halb zwölf. Gute Zeit dafür. Ich gehe vor, wie ich es mit den Karamellbonbons gesehen habe: Ofen auf 200 Grad, Backblech mit Backpapier auslegen. Bonbons drauf und

Küchen-Tipps & Tricks (3) – (Kirsch-)Tomaten enthäuten

Küchen-Tipps & Tricks (3) – (Kirsch-)Tomaten enthäuten

Kennst du das? Du machst einen sauberen Kreuzschnitt in die Tomaten, legst sie (kurz – das war die Absicht) in kochendes Wasser um sie danach besser enthäuten zu können und dann: KLINGELT ES! Nachdem du, hilfsbereit wie du bist, das Päckchen den netten Nachbarn angenommen hast, fallen dir die Tomaten wieder ein. Die sind zwar inzwischen Matsch aber immerhin lassen sie sich jetzt wunderbar schälen ;-). Das geht besser! Es gibt einen tollen Trick um die Tomatenschale zu entfernen. Es braucht dafür nicht einmal Wasser. Man kann die Haut der Tomate nämlich ganz leicht abfämmen. Hierfür benutzt man entweder einen Bunsenbrenner aus dem Baumarkt oder einen Brenner (auch Flambierer oder Flambiergerät genannt) für die Küche. Man kann den Strunk der Tomate mit einem spitzen Messer herausschneiden bevor man loslegt, einen Kreuzschnitt, wie bei der Wassermethode, brauchst es eigentlich nicht. Damit die Arbeitsplatte heil bleibt legt man am besten einen Topf umgekehrt darauf oder verwendet ein Backblech oder eine andere feuerfeste Unterlage. Wenn die Flamme des Brenners die Haut der Tomate berührt, fängt diese an Blasen zu schlagen und sich zu verfärben. Die Haut muss nicht schwarz werden! Wenn die Tomate rundherum gefämmt ist, lässt sie sich ganz leicht abziehen oder mit

Küchen-Tipps & Tricks (2) – Aufschäumen mit dem Stabmixer

Küchen-Tipps & Tricks (2) – Aufschäumen mit dem Stabmixer

Für viele effektvolle Schäumchen wird die Stabmixer-Methode empfohlen. Dazu wird einfach die Flüssigkeit mit dem Stabmixer aufgeschäumt. Es gibt einen einfachen Trick der gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Du verspritzt deine Küche weniger und du erhältst als Belohnung sogar noch mehr Schaum. Um überhaupt einen Schaum zu erhalten, muss der Stabmixer ungefähr im 45 Grad Winkel auf die Oberfläche des Flüssigkeit gehalten werden. Es schaut also zur Hälfte aus dem Flüssigkeit heraus, was zwangsläufig mächtig spritzt. Der Trick ist: Du hältst einfach einen Esslöffel gegen das Ende des Mixers. Dadurch spritzt es nicht nur weniger, es schäumt sogar mehr!

Lammfilet mit Spargel und Rhabarber

Lammfilet mit Spargel und Rhabarber

Eine Zusammenstellung, die man so nicht unbedingt erwartet ist für die meisten Gaumen neu und damit spannend. Das ist der Grund, warum ein Rezept wie dieses durchaus auf einem Blog wie diesem, der sich ja „Kochen für Angeber“ schimpft, seine Existenzberechtigung hat. Ich muss zugeben, ich habe zuvor nie mit Rhabarber als Gemüsebeilage zu einem Hauptgang gearbeitet und war deshalb selbst sehr gespannt auf das Ergebnis. Das Rezept habe ich übrigens in einem Spargel-Kochbuch gefunden (siehe Beitragsfuß) und einfach nachgekocht ohne viel daran zu verändern. Zutaten 500 g grüner Spargel, nur das obere Drittel Salz 300 g Rhabarber 6 EL Butter 70 g Zucker 3 EL Weißwein 1 Msp. Safran Pfeffer 4 Lammfilets 1 ELÖl 1⁄2 Bund frisch gehackte glatte Petersilie 5 EL Traubenkernöl frischer Rosmarin (muss nicht und ist nicht Teil des Originalrezepts) Zubereitung Als allererstes wasche ich die Petersilie, schüttle sie möglichst trocken und lege sie zwischen Küchenpapier. Vom gewaschenen grünen Spargel schneide ich das untere Drittel ab und hebe diese Teile für einen Salat auf. Dann gare ich ihn, wie im Rezept empfohlen, in Salzwasser gut bissfest. Da er am Ende nochmal in Butter geschwenkt wird kann ich da noch nacharbeiten falls er noch zu knackig ist. Normalerweise würde

Räucherlachs-Spargelmousse-Praline

Räucherlachs-Spargelmousse-Praline

„Kirschen rot, Spargel tot“ – Diese alte fränkische Bauernregel bezieht sich auf das Ende der Spargelsaison. Wir haben einen kleinen Kirschbaum in unserem Garten. Nun ja, ich weiß nicht recht ob man ihn wirklich als solchen bezeichnen kann, denn er schenkt uns jedes Jahr – wenn es gut läuft – gerade einmal etwa ein Duzend der leckeren roten Früchte. Weshalb ich ihn eher als Ende-der-Spargelzeit-Indikator missbrauche denn als Fruchtlieferant. Und da die kleinen Kirschen sich schon beginnen zu verfärben – wie man unschwer auf dem Foto erkennen kann – muss ich unbedingt noch ein paar Spargel-Rezepte ausprobieren bevor es zu spät ist. In einem Kochbuch habe ich ein Rezept entdeckt, welches mir direkt das Wasser im Mund zusammenlaufen lies. Vor allem das Verfahren den Spargel in Creme fraîche zu kochen hat mich gereizt. Außerdem kam ich auf die Idee das Rezept abzuwandeln (im Original wird nämlich der Lachs gewürfelt unter die Mouse gemischt) und gleich noch etwas auszuprobieren was ich bei den Topfgeldjägern aufgeschnappt habe. Zwar hat Alexander Herrmann das mit Rindercarpaccio gemacht aber mit Lachs sollte das ja dann auch funktionieren. Es geht um die Herstellung einer Art ‚Praline‘. Also los geht’s. Zutaten einkaufen und ab in die Küche.

Ganz schnelle Vorspeise – Chorizo auf Oliven-Paprikatartar und Gorgonzolacreme

Ganz schnelle Vorspeise – Chorizo auf Oliven-Paprikatartar und Gorgonzolacreme

Geht es Ihnen auch so, dass sich immer irgendwie Reste im Kühlschrank ansammeln? Nein? Mir schon. Als ich die Sachen für das Abendessen aus dem Kühlschrank nehmen will fallen mir heute zum Beispiel ein Stückchen Gorgonzola, eine halbe gelbe Paprikaschote, ein Stummel Chorizo ein halber Becher Creme fraîche und Frischkäse der demnächst unbedingt gegessen werden muss in’s Auge. Da lässt sich doch was draus machen, oder? Vorspeisen im Glas gehen immer. Die kann man quasi aus dem Handgelenk zaubern. Und wenn es schmeckt und auch noch lecker aussieht, sofort notieren und beim nächsten Gäste-Menü als Gruß aus der Küche servieren. Also zerdrücke ich den Käse mit der Creme fraîche und dem Frischkäse zu einer cremigen Paste und würze mit Salz und Pfeffer nach. Hm, das ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Eine Prise Cayennepfeffer gibt der Sache noch einen Kick. Nochmal abschmecken. Schon besser. Aber etwas fehlt immer noch. Ein wenig Säure, damit es nicht so „stumpf“ schmeckt. Eine Zitrone habe ich immer da. Also gebe ich noch ein paar Spritzer Zitronensaft an die Creme. Immer wieder abschmecken bis es passt. Im Notfall geht auch Weißweinessig aber Zitrone ist schon die bessere Wahl. Das ist schon mal lecker und

Ein(en) Pesto herstellen – Schritt für Schritt

Ein(en) Pesto herstellen – Schritt für Schritt

Hintergrundwissen Pestare – das ist das italienische Wort für „zerstampfen“ und Wortgeber des Pesto. Ob es DER Pesto oder DAS Pesto heißt, darüber kann man streiten. Die meisten sagen wohl „das Pesto“ und so bleibe auch ich dann mal bei der gebräuchlicheren Variante. Wer das Pesto erfunden hat wäre dann mit seiner Wortabstammung auch geklärt – die Italiener waren’s, wer hätte auch etwas anderes vermutet. Zum ersten mal dokumentiert wurde die Herstellung Mitte 1863 in der Region Ligurien. Pesto ist demnach eine „kräuterhaltige Käsesoße“. Damit ist klar: Es gibt viele Variationsmöglichkeiten und nicht nur das bei uns allseits bekannte und beliebte Basikumpesto, das „Pesto genovese“. Wie das italienische Ursprungswort schon sagt, werden die Zutaten zu einer Soße zerstampft. Das geschieht traditionell in einem Mörser. Klar, 1863 gab es keine Steckdosen in die man seinen Mixer hätte einstecken können. Heute gibt es dafür in den meisten Haushalten eher einen Mixer als einen großen, schweren Mörser. Deshalb benutze ich in meiner Anleitung auch einen Mixer obwohl es viele Hobbyköche gibt, die darauf schwören, dass es mit dem Mixer zubereitet gaaaanz anders schmeckt. Wenn man nur eine kleine Menge Pesto zubereiten möchte, kommt man um den Mörser nicht herum weil auch der kleinste Mixer gewisse

Spargel-Honig-Mousse

Spargel-Honig-Mousse

„Schatz, probier mal“. Ich halte meinem Schatz einen Löffel mit weißer Mousse hin. „Was ist das?“ „Probier doch!“ „Nein, sag mir zuerst was es ist!“ „Vertraust du mir nicht? Probier doch einfach!“ „Nö!“ „Okay, es ist Spargel-Honig-Mousse.“ „Ihhh, das probier ich nicht!“ „Siehst du, deshalb wollte ich nicht sagen was es ist.“ „Siehst du, DESHALB WOLLTE ICH NICHT PROBIEREN BEVOR DU SAGST WAS ES IST!!!“ Immer wieder amüsant diese Dialoge mit meiner besseren Hälfte. Am Ende hat sie natürlich doch probiert und es hat ihr, zumindest auf den zweiten Biss, geschmeckt („Kann ich noch eins haben?“). Der dezente Spargelgeschmack in Verbindung mit einem süßen Dessert ist tatsächlich ein bisschen gewöhnungsbedürftig aber dann macht es fast süchtig. Ich würde es jedenfalls immer wieder tun… Das Rezept hatte übrigens noch eine große Überraschung parat. Im Rezept steht nämlich man soll 20 ml Sahne schlagen. Vertrauensseelig wie ich bin, habe ich diese Menge abgewogen. Sie hätten mein Gesicht sehen sollen als ich, mit dem Schneebesen vor diesem daumengroßen Sahnepfützchen in meiner Rührschüssel stand. Ich bin dann davon ausgegangen, dass es wohl 200 ml heißen soll und so habe ich es dann schließlich auch gemacht. Und so ist das Spargel-Honig-Mousse entstanden: Zutaten (für gute

Küchen-Tipps & Tricks (1) – Sekunden-Mayonnaise

Küchen-Tipps & Tricks (1) – Sekunden-Mayonnaise

Du brauchst für ein Gericht Mayonnaise, Remoulade oder Aioli? Als echter Rockstar in der Küche wirst du doch wohl kein Fertigprodukt verwenden, oder? Eine Mayonnaise ist so schnell selbst gemacht, dass es sich gar nicht lohnt ein Industrieprodukt zu kaufen. Selbst machen hat so viele Vorteile: du weißt was drin ist, du kannst qualitativ hochwertige Zutaten verwenden, du kannst ein Bio-Ei verwenden, du kannst die Mayonnaise geschmacklich variieren, die Majo schmeckt viel besser und du kannst deine Gäste mit ’selbstgemacht‘ meistens beeindrucken! In dem Video siehst du wie einfach das ist. Hier noch ein paar ergänzende Bemerkungen: Zum Öl: Ich verwende gerne ein geschmacksneutrales Öl, so kann ich die Mayonnaise am vielfältigsten Einsetzen. Für eine Aioli bietet sich natürlich auch Olivenöl an aber Vorsicht: Der bitterliche Geschmack des Olivenöls wird in der Mayonnaise stark hervorgehoben. Deshalb ist es auf jeden Fall ratsam z.B. nur ein Viertel oder ein Drittel des Öls durch Olivenöl zu ersetzen und ein Olivenöl zu benutzen, dass möglichst mild ist. Gut zu wissen: Mehr Öl macht die Mayonnaise fester und verdünnt sie nicht – wie man annehmen sollte. Wenn dir die Mayonnaise also nicht fest genug ist, gib mehr Öl dazu und mix nochmal durch. Zum

Spargel-Friséesalat

Spargel-Friséesalat

Spargel, Spargel, Spargel. Wo immer man hinkommt und soweit das Auge reicht. Weißer Spargel, grüner Spargel. Dicker Spargel, dünner Spargel. Spargel aus deutschen Landen. Bei uns hier im Saarland vor allem aus der benachbarten Pfalz. Spargelzeit. Des Einen Freud, des Andern Leid. Ich lasse mich also von den Unmengen Spargel um mich herum bestechen und beschließe ein paar weniger alltägliche Gerichte mit Spargel auszuprobieren. Wie immer, wenn ich mich an ein bestimmtes Thema herantaste, decke ich erst einmal mit entsprechenden Kochbüchern ein. Die besorge ich mir aus der hiesigen Bücherei. Damit meine ich die Stadtbibliothek und nicht meine eigene „Koch-Bücherei“ deren eine Hälfte ich aus Platzmangel mittlerweile in ein Keller-Regal auslagern musste. Ich lasse mich am liebsten von Food-Bildern inspirieren und das geht so herrlich abends gemütlich auf der Couch. Nachdem alle Kochbücher mit jeder Menge Lesezeichen versehen sind, beschließe ich, mit einem ganz einfachen Rezept anzufangen, dass seine Außergewöhnlichkeit eigentlich nur aus der Art und Weise des Anrichtens bezieht. Einen Spargelsalat im Glas bekommt man nicht immer serviert. Das nächste Mal würde ich allerdings ein weniger hohes Glas wählen. Ich habe mich bei der Gefäßauswahl ein bisschen an das Original angelehnt und nicht daran gedacht, dass für Kochbücher fotografiertes

Erdbeer-Mascarpone-Creme

Erdbeer-Mascarpone-Creme

„Schon wieder Erdbeeren?“ – „Ja Schatz, die waren super günstig!“ – „Das sieht man. Die solltest du am besten heute noch verarbeiten.“ Ja ich weiß, ich kaufe einfach zu viel ein. Mir fallen halt tausend Sachen ein, die ich gerne ausprobieren möchte. Vor allem wenn ich im Geschäft stehe. Die Erdbeeren habe ich aber diesmal wirklich nur gekauft weil die am Samstag vor den Feiertagen gegen Abend wirklich auf Dumping-Preis gesetzt waren. Und mal ehrlich: Erdbeeren gehen doch immer, oder? Etwas Einfaches und Schnelles soll es also werden. Und das wurde es dann auch. Und trotz Mascarpone schmeckte es sehr leicht und luftig. Das macht der Trick mit dem Ei-Schnee. Und so geht’s: Zutaten für 6 Gläser 250 g Mascarpone 250 g Quark 200 g Sahne 2 Eier Puderzucker (Menge nach Geschmack) 1 Vanilleschote 2 Esslöffel brauner Zucker (Rohrzucker) 250 g Erdbeeren Minzblättchen Zubereitung Zunächst trenne ich die Eier und schlage das Eiklar mit etwas Puderzucker zu Eischnee auf. Das Eigelb schlage ich mit der ausgekratzten Vanilleschote und ein wenig Puderzucker cremig bis es hellgelb ist. Dann rühre ich Mascarpone und Quark hinein bis alles gut vermischt ist und eine cremige Masse wird. Dann werden die Erdbeeren gewaschen. Ein paar davon lege

Vanillespargel auf Garnele an Erdbeersalsa und Pesto

Vanillespargel auf Garnele an Erdbeersalsa und Pesto

Steffen Henssler hat auf seiner Facebook-Seite ein Bild von einer Vorspeise gepostet. Ich finde die Kombi so abgefahren, dass ich das unbedingt ausprobieren will. Also bin ich so unvorsichtig, das auf meiner Facebook-Seite anzukündigen. Jetzt MUSS ich! So kann man sich schön selbst unter Druck setzen. Aber: Gesagt getan. Zutaten besorgt. Am Karfreitag (2014) habe ich Zeit dafür. Ich stelle alles vor mich hin. Wo fange ich an? Das ist ja gar nicht so einfach, hab ja nur ein Bild. Wird der Vanillespargel kalt serviert? Eher als Salat, leicht säuerlich? Wird die Erdbeersalsa warm zubereitet? Also eine Pesto kann ich. Dann fange ich doch schon  einmal damit an. Da Steffen Hennsler die Pesto einfach nur Pesto nennt, gehe ich davon aus, dass sie mit Basilikum gemacht wird. Aber den Knoblauch, den lasse ich mal weg. Der passt zwar zur Garnele, aber zum Spargel? Die Pesto ist schnell fertig. Ich entscheide mich dafür, die Erdbeersalsa nicht warm zuzubereiten und Spargel und Garnele dafür warm zu servieren. Am Ende steht eine Vorspeise vor uns, die sehr chic aussieht. Aber trotzdem erkenne ich Skepsis in den Augen meiner Frau. „Nur Mut mein Schatz!“ Mein Sohn hat weniger Probleme und legt gleich los. Ihm

Gemüsetürmchen

Gemüsetürmchen

Kartoffelpüree und Gemüse. Klassisch. Aber muss es denn wirklich immer so, mehr oder weniger, langweilig nebeneinander auf dem Teller liegen? Ich finde nicht und deshalb habe ich heute mal hochgestapelt. Kartoffelpüree + Erbspüree + zweite Schicht Kartoffelpüree + Karotten-Brunoise in einem Servier- oder Kochring in Form gebracht und getoppt von einem Röschen gebratenem Blumenkohl. Damit das Türmchen hält, dürfen die Pürees natürlich nicht zu flüssig werden. Wenn man das Kartoffelpüree so zubereitet wie ich es für mich mittlerweile zum Standard gemacht habe, kann da eigentlich nicht viel schief gehen. Beim Erbspüree schütte ich die ganze Flüssigkeit ab bevor ich es püriere und gebe nach und nach wieder so viel hinzu bis ich die gewünschte Konsistenz habe. Die Karotten lasse ich auch in einem Sieb abtropfen bevor ich sie oben auf lege. und dem Blumenkohlröschen hält der Turm dann auch noch Stand – garantiert. Von dem gebratenen Blumenkohl kann man die restlichen Röschen wunderbar noch auf dem Teller drapieren. Aber nicht zu viele davon. Es soll ja am Ende nicht doch noch nach einer hundsgewöhnlichen Gemüsebeilage aussehen ;-). Zutaten TK-Erbsen Kartoffeln (am besten mehlig kochende) Karotten frischer Blumenkohl Gemüsebrühe (Glas oder selbst gemacht) Salz/Pfeffer Butter Milch (oder Sahne) Muskat Zitrone Butter

Toast Hawaii (Angeber-Version)

Toast Hawaii (Angeber-Version)

Wie man als normaler Mensch auf so etwas „Beklopptes“ kommt, fragt mich meine Frau als ich ihr eine Kostprobe meines neusten Experiments anbiete. Ich schaue sie etwas verstört an. Will sie damit vielleicht zum Ausdruck bringen, dass ich nicht zu dieser Gattung Mensch gehöre? „Wie dem auch sei. Sei so lieb und probier einfach mal, Schatz.“ Gott sei Dank. Es schmeckt ihr. Ich werde wieder in die „Normaler-Mensch-Schublade“ gesteckt. Es ist eigentlich ganz einfach, wie ich darauf komme: Unser Sohn hat sich vor ein paar Wochen zum Abendessen Toast Hawaii gewünscht (und natürlich bekommen). Seitdem überlege ich, ob man diesen Klassiker, der übrigens keine hawaiianischen Wurzeln hat, sondern eine deutsche Erfindung ist und in den 50ern vom ersten Fernsehkoch Clemens Wilmenrod vorgestellt wurde, nicht auch als Edelvariante zubereiten und präsentieren kann. Wie man sieht: man kann! Und jetzt stellen Sie sich doch einmal vor, auf Ihrer Menükarte für das nächste Fest mit Gästen taucht vor dem „Lammkarree an Minzpesto“ ein Toast Hawaii auf. Einfach so… ohne weitere Erklärung! Sie können dann ja mal abwarten ob sich jemand traut etwas dazu zu sagen. 😉 Die Zutaten sind selbstverständlich alle vom Feinsten, damit es wirklich eine Edelvariante wird. Natürlich kann man einzelne Zutaten auch

Gebackener Spargel im Parmesantunnel

Gebackener Spargel im Parmesantunnel

Parmesanplätzchen, Parmesankörbchen… Das ist doch auf Dauer langweilig. Da müssen doch auch noch andere Basteleien möglich sein. Also schlendere ich durch die Küche, mache Schubladen auf und schaue in Schränke. Auf der Suche nach interessanten und inspirierenden Formen stoße ich auf meine Koch- oder Servierringe. Das ist es: Jetzt wird ein Parmesantunnel gebaut! Da ich nicht einfach so nur mit Parmesan herumexperimentieren will, muss ich mir natürlich auch noch etwas Nettes drumherum einfallen lassen. In Kombination mit dem Parmesantunnel bietet sich etwas längliches an. So komme ich schließlich auf diese Vorspeise. Zugegeben: Die Jahreszeit ist nicht ganz passend. So muss ich für frischen Spargel und die Himbeeren etwas mehr ausgeben als mir lieb ist. Für die Himbeeren zahle ich 1,99 Euro und für den Spargel 2,99 Euro. Das reicht dann aber auch für 4-6 Personen. Ist also so gesehen gar nicht so teuer. Außerdem fällt Spargel- und Himbeerzeit ja nie aufeinander. Grünen Spargel gibt es mittlerweile das ganze Jahr. Und Himbeeren auch. Je nachdem woher die Lebensmittel kommen, muss man sich allerdings mit seinem Öko-Gewissen einigen. Zutaten Drei Stangen grüner Spargel pro Portion Parmesan Vincotto Himbeere (Alternativ Himbeersaft und Balsamico-Essig) Himbeeren Fler de Sel Orangensaft Gelantine Zubereitung Am Tag vorher bereite ich

Gorgonzolamousse auf Traubenragout und Beerenauslese

Gorgonzolamousse auf Traubenragout und Beerenauslese

Diesem Rezept bin ich auf meinen endlosen Streifzügen durch die „Internet-Küchen“ dieser Welt begegnet. Es stammt von dem Blog des Weißen Rössl am Wofgangssee (http://blog.weissesroessl.at/). Das Foto sprach mit sofort an und da ich ja – im Auftrag von „Kochen für Angeber“ – immer auf der Suche nach Rezepten bin, die leicht nachvollziehbar sind und nicht zu viele Zutaten enthalten, schien mir dies hier interessant zu sein. In der Zutatenliste tauchen dann allerdings zwei Hürden auf. What the Hell is „QimiQ“ Woher bekomme ich eine „Beerenauslese Nussberg“? Die erste Frage kann mir sicher Google beantworten. Leider bin ich hier ein bisschen zu vorschnell und erlebe deshalb, wie sich herausstellen wird, ein kleines Malheur. Das erste was ich im Internet finde ist, dass man QimiQ durch Schmand ersetzen kann. Da ich Schmand parat habe, nehme ich diesen Rat dankend an. Ein grober Fehler wie sich herausstellt. QimiQ ist nämlich in Wirklichkeit mit 1% Gelantine versetzt. Schmand bekanntlich nicht! Ich hatte mich schon beim Anmischen gefragt ob die Masse überhaupt fest genug werden kann damit ich daraus Scheiben schneiden kann. Natürlich kann sie das nicht! Ganz schön blöd von mir… Nachdem ich also feststelle, dass das nicht funktioniert und nochmal im Internet

Auberginenmousse an geschmolzenen Tomaten

Auberginenmousse  an geschmolzenen Tomaten

Eigentlich war ich im Auftrag meines Sohnes unterwegs. Der liest sich nämlich gerade durch die Kinderabteilung unserer hiesigen Stadtbibliothek. Einen Korb voll Kinderbücher im Gepäck – gut, dass ich vorausschauend einen Rucksack mitgenommen habe – fällt mir ein, dass die Bücherei ja auch eine Abteilung mit Kochbüchern hat. Neben Hunderten von „Kochen-für-den-Alltag“ und „Schnelle-Gerichte-für-jeden-Tag“-Büchern finden sich natürlich auch die obligatorischen „Bio-Kochen“ und „Vegetarisch-kann-so-lecker-sein“-Ausgaben. Und selbstverständlich darf das Regal mit „Iss-das-Doppelte-und-nimm-trotzdem-ab“ nicht fehlen. Meine Hoffnung hier etwas spannendes zu finden schwindet zunehmend. Bis ich das vergleichsweise kleine Regal mit den interessanten Buchautoren finde. Lafer, Henssler, Jamie Oliver, Cornelia Poletto…. Da muss doch was dabei sein! Tatsächlich finde ich auch so Einiges was mich interessiert. Aber leider habe ich ja nur EINEN Rucksack dabei und wie erkläre ich meinem Sohn, dass ein Kochbuch von Kolja Kleeberg wichtiger ist als eines über die „Drei Fragezeichen“? Naja, ich kann ja wiederkommen. Also fange ich heute mal ganz bescheiden mit Lea Linster an. Als ich den mediteranen Vorspeisenteller in Lea’s Kochbuch entdecke, bin ich überrascht. Was macht ein so simples Gericht in diesem Buch voller raffinierter (und teils komplizierter) Rezepte? Aber die Schlichtheit dieser Vorspeise ist irgendwie auch wieder geradezu verführerisch. Frei nach dem Motto „dem Angeber

Waldbeersüppchen mit Mascarpone-Joghurt-Nocke

Waldbeersüppchen mit Mascarpone-Joghurt-Nocke

Ich gebe zu: Für mich ist ein Essen auch ohne Nachtisch durchaus vollständig. Ein Dessert-Junkie wird aus mir jedenfalls in diesem Leben wohl nicht mehr. Aber einen Koch-Blog schreiben und dann der eigenen Familien Sonntags kein Dessert kredenzen? Das gäb‘ echt Ärger ;-). Also an diesem Sonntag gab es jedenfalls ein Dessert für das ich nur wenige Zutagen gebraucht habe und das sich wunderbar am Samstag Abend vorbereiten ließ. So war es Sonntags schnell auf dem Teller.  Und damit gehört es für mich eindeutig in die Sammlung meiner „Angeber-Rezepte“ denn wenn es richtig präsentiert wird, macht es etwas daher und ist trotzdem für jeden leicht zuzubereiten. Da es sich gut vorbereiten lässt, eignet es sich auch hervorragend als Bestandteil eines größeren Menüs. Zutaten Für das Waldfruchtsüppchen 750g TK Beerenmischung (Waldbeeren oder dunkle Beeren) Vanillezucker (am besten selbst gemacht) oder 1 ausgekratzte Vanillestange Zucker (Menge nach Geschmack) 1-2 Sternanis, je nach Größe 3-4 Nelken Für das Orangengelee 200 ml Orangensaft 1/2 Sternanis 1-2 Nelken TL Fenchelsamen Zucker (Menge nach Geschmack) 3 Blatt Gelatine Für die Mascarpone-Joghurt-Creme 250 g Mascarpone 250 g Joghurt 200 g Sahne Mark einer Vanilleschote (auf keinen Fall Vanillezucker) Zucker (am besten Puderzucker) 1 Tüte Fix-Gelatine Zubereitung Los

Eingelegte Kirschtomate an Scampi und Basilikum auf Kartoffel-Curry-Schaum

Eingelegte Kirschtomate an Scampi und Basilikum auf Kartoffel-Curry-Schaum

Ein nächtliches Experiment Mit Lebensmitteln spielt man nicht!“ hat meine Mutter immer gesagt. Falsch Mama! Denn das hier wäre sonst nicht entstanden. Und das wäre wirklich schade gewesen. Das Rezept ist entstanden aus einem nächtlichen Experiment mit vorhandenen Lebensmitteln. Das war echt LECKER! Eine richtige kleine Geschmacksexplosion auf dem Gaumen durch das Zusammenspiel der Komponenten. Ich hatte vor ein paar Tagen das Rezept von Frank Buchholz für eingelegte Kirschtomaten ausprobiert. Die standen nun zum Teil noch im Kühlschrank und warteten auf ihre weitere Verwendung. Ein Rest Kartoffelpürre war noch da und eine Packung Scampi, für die eigentlich etwas anderes geplant war. Basilikum wächst in meinen Töpfen am Fenster. Also alles da für eine leckere Vorspeise. Aus dem Kartoffelpüree wurde mit ein wenig geschlagener Sahne und Gewürzen (Curry + Ras el Hanout) kurzerhand ein Kartoffel-Curry-Schaum. Ich habe dann probiert alles in einem Glas anzurichten. Das sah aber, für mich, nicht so ansprechend aus, also habe ich mit letztlich für einen Löffel entschieden. Das hat sich im Nachgang als eine sehr gute Entscheidung herausgestellt weil der Geschmackseindruck am größten was als ich alles gemeinsam im Mund hatte. Was bei dem Essen aus dem Glas gar nicht möglich ist. Da die eingelegten Tomaten nach

Kartoffel-Curry-Sahne (oder -Schaum)

Kartoffel-Curry-Sahne (oder -Schaum)

Die Herstellung dieser leckeren Creme ist denkbar einfach. Sie ist aus keinem Kochbuch abgeschaut aber ich bin sicher, es gibt irgendwo zumindest ähnliche Rezepte. Wir hatten noch ein wenig Kartoffelpüree vom Vortag im Kühlschrank. Also nehme ich ein paar Esslöffel davon und mache ihn mit Brühe ein bisschen flüssiger. Gerade so, dass er noch vom Löffel fließen kann. Dann röste ich Currypulver in einer trockenen Pfanne leicht an. So entfaltet sich das Aroma besser. Die Menge ist abhängig vom gewünschten Geschmack und der Intensität des Curry-Pulvers. Ich experimentiere dann noch ein wenig mit Ras el Hanout, einer marokkanischen Gewürzmischung. Das verleiht dem Geschmack mehr Tiefe. Außerdem beschließe ich noch nachzusalzen. Es schmeckt jetzt ein bisschen überwürzt aber es kommt ja gleich noch Sahne an das Püree, das muss ich berücksichtigen. Am Ende will ich auch nicht nachwürzen weil ich durch das Einrühren der Gewürze die Luftbläschen in der Sahne zerstören würde und ich will ja möglichst viel Leichtigkeit. Ich schlage also ein wenig Sahne steif und hebe diese vorsichtig unter. Schon fertig! Alternativ könnte man auch das Püree und die nicht geschlagene Sahne in einen Shaker geben und schütteln bis alles schaumig ist. Oder man benutzt eine Espumaflasche. Letztes lohnt sich aber, meiner

Eingelegte Kirschtomaten nach Frank Buchholz

Eingelegte Kirschtomaten nach Frank Buchholz

„Schon wieder ein neues Kochbuch?“ – „Ja Schatz, konnte nicht anders. Ich koch auch was Schönes daraus. Schau mal hier zum Beispiel. Das sieht doch lecker aus…“ . „Ja, ja. Schon gut…hält das Regal denn noch eins aus?“ Ich gebe es ja zu: Dass mit den Kochbüchern ist eine Sucht. Aber diesmal konnte ich mich wirklich (schon wieder) nicht beherrschen: „Frank Buchholz – Männer kochen anders“ – da kann man doch nicht einfach dran vorbeigehen. Zumindest nicht als Mann. Oder? Abends sitze ich auf der Couch und nehme die Neuerwerbung zum ersten mal genauer in Augenschein. Ich bleibe bei den Grundrezepten hängen. Bei den Grundrezepten? Eigentlich nicht die Seiten in die man sich als erstes vertieft. „Eingelegte Kirschtomaten“. Das interessiert mich. Es ist ja noch nicht sehr lange her, dass ich einen Artikel über das enthäuten von Kirschtomaten geschrieben habe. Und das was Herr Buchholz hier mit den Tomaten anstellt, hört sich echt spannend an. Man braucht für 1 kg Kirschtomaten: 200 ml weißer Balsamico – 400 g Zucker – 20 g Koriandersamen – 20 g Ingwerwurzel – 5 Stk. Sternanis – 5 Nelken – Zesten von je 1 Orange und 1 Zitrone, 500 ml Wasser Zugegeben, 1 kg Kirschtomaten ist wohl eher

Danke für 300 Facebook-„Likes“

Heute hat die Fanpage für „Kochen für Angeber“ auf Facebook schon die 300-Likes-Marke überschritten. Vielen Dank dafür an alle Facebook-Freunde!!! Ihr seid klasse! Ich hätte nie gedacht, dass das so schnell geht. Schließlich wurde der Facebook-Auftritt erst am 18 Februar angelegt also gerade einmal vor vier Wochen. Dieser Zuspruch ist natürlich ein enormer Ansporn die Fan-Site und den Blog wachsen zu lassen und viele leckere Rezepte für euch auszuprobieren. DANKE!

Schnelles Mascarpone-Dessert

Schnelles Mascarpone-Dessert

Wenig Zeit aber Mascarpone im Kühlschrank. Und ein Sonntagsessen ganz ohne Dessert? Nein, dass muss doch nicht sein. Also, mal überlegen. Ich habe gestern frische Eier gekauft. Ich schaue mal ob wir noch ein paar Kekse haben. Haben wir. Einige angebrochene Packungen. Wenn man einen kleinen Sohn hat, ist eine nicht angebrochene Kekspackung auch geradezu etwas Verdächtiges. Ich erinnere mich, dass ich letzte Woche Mandelblättchen mitbringen sollte. Wenn ein Päckchen von irgendwas gebraucht wird, kaufe ich zwei. Vorrat. Wichtig! Meine Frau findet das schrecklich. Ich find’s gut, denn, wie vermutet, ist das Vorratspäckchen noch da und ich kann es für mein Desert verwenden. Jetzt geht alles ganz flott: Mandelblättchen in die Pfanne zum Rösten. Kleine Hitze. Auge drauf haben. Zwei Eier trennen. Eigelb mit Vanillezucker schaumig schlagen, Eiweiß steif schlagen (mit dem Schneebesen von Hand, das geht am schnellsten). Mandelblättchen vom Herd! Die können noch ein bisschen brauner werden. Ich lasse sie deshalb einfach in der noch heißen Pfanne. Eigelb unter den Mascarpone (250g, gibt gute 4 Portionen) mischen, Eiweiß unterheben. Ein paar Kekse in einen Gefrierbeutel und ein paar mal mit dem Nudelholz drüber. Dessert-Gläschen aus dem Schrank. Creme und Keksbrösel abwechselnd schichten. Mandelblättchen drauf. Fertig. Fertig? Ich probier

Gebratenes Kabeljaufilet auf Essiglinsen und weißem Balsamicoschaum

Gebratenes Kabeljaufilet auf Essiglinsen und weißem Balsamicoschaum

Vor ein paar Tagen habe ich dieses Gericht aus Johann Lafer’s Buch „Himmlische Sterneküche “ ausprobiert. Das Ergebnis war sehr lecker, insbesondere die Essiglinsen hatten es allen angetan. Das Rezept ist eigentlich nicht sehr aufwendig. Wenn man keinen Spiralschneiderhat, ist für das Schneiden der dünnen Kartoffelstreifen für das Kartoffelstroh etwas Geschick nötig und ein bisschen Zeit einzuplanen. Ich habe die Kartoffeln erst in Scheiben gehobelt, dann in Streifen geschnitten. Weil das ein bisschen Zeit braucht, habe ich die Scheiben und Streifen in Wasser gelegt damit sie nicht anlaufen. Das mache ich eigentlich gar nicht gerne, weil auf diese Weise sicher auch eine Menge Vitamine flöten gehen. Es lässt sich aber bei dieser Art der Zubereitung nicht vermeiden (ein Spiralschneider steht schon auf meiner Wunschliste). Was mir nicht so gut gelungen ist, war der Balsamicoschaum. Der hatte leider nicht viel Standfestigkeit. Da ich mich streng an das Rezept gehalten habe, kann ich mir nicht erklären was falsch war. Eventuell hätte ich die Flüssigkeit noch stärker einkochen sollen. Das werde ich demnächst noch einmal ausprobieren müssen. Und hier das Rezept: Zutaten für 4 Portionen für den Fisch: 30ml Olivenöl 4 Kabeljaufilets mit Haut 1 Rosmarinzweig 3 Thymianzweige 1/2 Knoblauchknolle Salz, schwarzer Pfeffer