Wenn man das mit dem Löffel macht…

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Spätestens seit der ersten Sendung von „The Taste“ (Koch-Casting-Show  bei der alles auf einem einzigen Löffel angerichtet wird) ist das Anrichten auf speziellen Löffeln in vieler Munde. So exzessiv brauchen wir es ja nicht gleich zu treiben. Aber eine schöne Alternative ist der Löffel als Unterlage oder Gefäß schon. Du kannst den Löffel zum Beispiel als Teil einer Vorspeise anbieten oder auch ganz allein. Auch für eine Buffet bietet sich diese Anrichteform an, sofern man nicht zu viele Gäste bewirten muss. Sonst scheitert es wahrscheinlich an der Menge der Löffel, die man dafür bräuchte.

Ein paar Grundüberlegungen

Wenn du Gerichte auf einem Löffel anrichten willst, solltest du an ein paar Grundregeln denken:

Benutze unbedingt geeignete Löffel

Es empfiehlt sich unbedingt geeignete Löffel zu benutzen, der für diese Art des Servierens vorgesehen sind (siehe Bezugsquellen). Sie müssen vor allem standfest sein und die Laffe oder Kelle (so nennt man den vorderen Teil des Löffels) muss waagerecht aufliegen damit nichts vom Löffel läuft oder fällt. Auch weil bei dieser Anrichteweise die Optik eine große Rolle spielt, ist es sinnvoll nicht irgendwelche Löffel zu zweckentfremden sondern eigens dafür designte Löffel zu kaufen.

Viel Geschmack ist wichtig

Der Inhalt sollte Geschmacksintensiv genug sein, damit deine Gäste von dem kleinen Haps auch etwas haben. Und das was auf dem Löffel liegt, muss zwingend geschmacklich zueinander passen und auch zusammen gegessen werden können. Dekoriere also nicht mit etwas, was nur der Optik hilft aber aber sich vom Geschmack her nicht eignet.

Alles muss so wie es serviert wird essbar sein

Alles was auf dem Löffel liegt muss ebenfalls zwingend im angerichteten Zustand verzehrbar sein. Es ist deshalb eine weniger gute Idee den Löffel mit einem Zweig Rosmarin oder Thymian zu verzieren. Da hilft es auch nicht, wenn es geschmacklich zum Rest passt. Du kannst auch nicht einfach davon ausgehen, dass jeder Gast die nicht essbare Deko als solche erkennt und vor dem Verzehr entfernt.

Auf die Größe kommt es an (also doch…)

Die Löffelportion sollte so klein sein, dass man sie auch komplett in den Mund bekommt. Bedenke dabei, das Frauen und Kinder oft einen kleineren Mund haben als Männer. Wenn du also ein männlicher (Hobby-)Koch bist, dann ist ein Selbsttest vielleicht nicht ganz so aussagekräftig (und als Angeber hast du ja sowieso eine große Klappe ;-).

Achtung bei Deko wie hochkant stehende Chips u.ä., auch sie muss noch mit in den Mund passen.

Geschmack von Einzelkomponenten

Bei der Verwendung von dekorativen Elementen wie Parmesanchips denke bitte an deren starken Eigengeschmack und die Salzigkeit. Beides kann schnell dazu führen, dass man andere Bestandteile kaum oder gar nicht mehr wahrnimmt.

4 Gründe, die auf jeden Fall für den Löffel sprechen

  1. Du willst angeben! 😉
  2. Du möchtest, dass dein Gast die darauf befindlichen Lebensmittel zusammen genießt weil das Zusammenspiel der Aromen für das Gericht wichtig ist.
  3. Du möchtest deinen Gästen ein optisches Highlight bieten.
  4. Du willst eine eigentlich einfache Menü-Komponente durch die Anrichteweise „anheben“.

Zu letztgenanntem Argument passt dieser Löffel mit einem einfachen Wurstsalat wunderbar. Warum so etwas nicht in ein rustikales Menü einbauen oder beim bayerischen Buffet servieren?

Vorspeisenlöffel mit Wurstsalat

Beispiele und (optische) Inspirationen





Allgemeine Tipps für das Anrichten auf Löffeln

Rezepte

Hier einige Beispiel-Rezepte, die sich für das Anrichten auf dem Löffel eignen

Bezugsquellen

Geeignete Löffel findest du unter Bezeichnungen wie Amuse Geule-, Häppchen-, Dip-, Sevier-, Fingerfood- oder Vorspeisenlöffel. Für asiatische Gerichte eignen sich auch chinesische Suppenlöffel.

Externe Quellen